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Wupperverband saniert Wuppersammler – Arbeiten ab Mitte Januar

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Pressemitteilung des Wupperverbandes

Ab Mitte Januar werden im Auftrag des Wupperverbandes Sanierungsarbeiten am Schmutzwasserkanal „Wuppersammler“ durchgeführt. Aktuell wird der 5 Kilometer lange Abschnitt des Sammlers zwischen Solingen-Haasenmühle und Leichlingen-Balken saniert und inspiziert. Im Voraus wurden Teilabschnitte des Wuppersammlers bereits mit einem Kameraboot befahren, was eine Inspektion der über dem Abwasserspiegel liegenden Teile des Sammlers ermöglicht. Nun werden die Revisionsschächte und einzelne Kanalabschnitte instandgesetzt.

Während der Arbeiten wird das Wasser aus dem Sammler überirdisch mit Pumpen und überirdischen Rohrleitungen weitergepumpt. Die Rohrleitung soll im Uferbereich der Wupper in drei wandernden Teilabschnitten von Leichlingen-Pastorat bis Leichlingen-Wallgraben oberirdisch verlegt werden. Zuvor wird die Trasse ab Ende Dezember 2021 dort freigeschnitten.

Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte 2022. Die Anlieger*innen von betroffenen Grundstücken erhalten von der Baufirma noch gezielt Informationen.

Der Wuppersammler des Wupperverbandes ist ein Abwassersammler mit einem Durchmesser von 1 bis 2,5 Metern. Er beginnt in Solingen-Haasenmühle und verläuft bis zur Gemeinschaftskläranlage Leverkusen. Er ist ca. 15 Kilometer lang und wurde im Jahr 1965 gebaut. Der Wuppersammler leitet Abwässer aus Solingen, Leichlingen, Leverkusen und Burscheid zur Kläranlage Leverkusen.

Im Stadtgebiet von Leichlingen kommt bei der Sanierung das so genannte Wickelrohrverfahren zum Einsatz. Vorteil ist, dass man bei diesem Vorgehen weniger Platz an der Oberfläche benötigt als bei anderen grabenlosen Sanierungsverfahren. Bei anderen so genannten Schlauchliningverfahren kommt ein hoher Turm zum Einsatz, für den auch im Umfeld viel Platz benötigt wird, dieser Platz ist nicht auf jeder Baustelle vorhanden. Das Verfahren funktioniert wie folgt: Ein steifes Plastikband, das auf einer Trommel aufgewickelt ist, wird über den Schacht unter fließendem Wasser in das Rohr nach vorne geschoben. Der Ringraum zwischen Kanal und neu eingeführtem Plastikband wird anschließend verfüllt. Wenn sich das Verfahren bewährt, wird es auch bei weiteren Sammlersanierungen des Wupperverbandes zum Einsatz kommen.

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