Um die Klimaneutralität im Bereich der Wärmeversorgung von Gebäuden zu erreichen, entwickelt die Blütenstadt einen kommunalen Wärmeplan als strategisches, informelles Planungsinstrument. Er bietet die Grundlage für den Umbau der lokalen Wärmeversorgung, die zukünftig ohne fossile Brennstoffe wie Erdgas und Öl auskommt, die aktuell den überwiegenden Teil der Wärmeversorgung abdecken. Die Wärmeversorgung macht in Deutschland über die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs aus und ist damit ein wichtiges Instrument für mehr Klimaschutz und das Einhalten des Pariser Klimaschutzabkommens.
Die Stadtverwaltung möchte die Leichlinger*innen erneut in den Prozess einbeziehen und informieren, um eine breite Akzeptanz für die Wärmeplanung zu schaffen. Deshalb können ab sofort im Rahmen einer Bürgerbeteiligung auf dem Beteiligungsportal NRW der Endbericht, der Wärmeplan und separate Einzelkarten, in die Interessierte hineinzoomen können, eingesehen werden. Bis Sonntag, 26. Januar, können Stellungnahmen oder Anregungen zur kommunalen Wärmeplanung abgegeben werden – entweder online über das Beteiligungsportal NRW, persönlich nach Terminvereinbarung bei Klimaschutzmanagerin Monika Meves oder per Mail an klimaschutz@leichlingen.de.
Der kommunale Wärmeplan der Blütenstadt soll eine Orientierung für alle Beteiligten auf dem Weg zu einer treibhausgasneutralen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung sein. Gleichzeitig enthält er noch keine verbindliche Aussage für einzelne Haushalte in Bezug auf eine kurzfristige Heizungsumstellung – die Verbraucher*innen müssen also nicht besorgt sein, dass mit Fertigstellung des Plans zwingende Umbauarbeiten und Kosten auf sie zukommen könnten.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein wichtiges strategisches Planungsinstrument, das den Kommunen an die Hand gegeben wird – gleichzeitig ist sie informell, also rechtlich nicht direkt bindend. Das Ergebnis der Planung ist eine Karte („Wärmeplan“), die für das Stadtgebiet aufzeigt, welche Gebiete sich für einen Wärmenetzausbau eignen („Wärmenetzgebiete“) und wo weiterhin dezentrale Versorgungsanlagen zum Einsatz kommen („Gebiete für die dezentrale Wärmeversorgung“). Außerdem wird aufgezeigt, durch welche Energieträger zukünftig die Wärme für die dezentrale Versorgung und für die zentralen Erzeugungsanlagen der Wärmenetze bereitgestellt wird. So gibt der kommunale Wärmeplan Orientierung für Gebäudebesitzer*innen und deren Investitionsentscheidungen, etwa zur Anschaffung einer Wärmepumpe oder dem Anschluss an kleinere lokale Wärmenetze. Für die Umsetzung des Plans wird die Blütenstadt mit dem Energieversorger, den Wohnungsbaugesellschaften, den Gebäudeeigentümer*innen und anderen Akteur*innen zusammenarbeiten.
Die Wärmeplanung gliedert sich in verschiedene Schritte. Die Bestands- und Potenzialanalyse sind bereits abgeschlossen und waren Inhalt der ersten Offenlage. Nun liegen die Ermittlungen zu den Potenzialen erneuerbarer Energien und Energieeinsparungen vor. Gleichzeitig sind Strategien und Maßnahmen zur Senkung des Wärmeverbrauchs und zur treibhausgasneutralen Wärmeversorgung für einzelne Fokusgebiete erarbeitet worden. Daraus wurden Zielszenarien und Entwicklungspfade entwickelt, außerdem ein Maßnahmenkatalog.
Für Rückfragen steht Klimaschutzmanagerin Monika Meves unter klimaschutz(at)leichlingen.de oder 02175/992-354 zur Verfügung.