Jahresrückblick 2020

Liebe Mitbürger*innen,
sehr geehrte Damen und Herren,

die bevorstehenden Feiertage sind eine Zeit der Besinnung.

Blicken wir auf das vergangene Jahr zurück, fallen uns Momente der Entbehrung, doch auch der Chancen und Innovationen ein.

Dabei haben wir – selbst mit Abstand – einander immer wieder unterstützt und werden auch im nächsten Jahr zusammenhalten.
Denn dafür steht Leichlingen – und dafür danke ich Ihnen!

 

Ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest verbunden mit dem Dank für das gute Miteinander im vergangenen Jahr sowie ein gesundes Jahr 2021 voller Zuversicht

wünscht Ihnen Ihr

Frank Steffes
Bürgermeister

Weihnachtsgruß des Bürgermeisters

2020 ­­- nichts als Corona?

Wer hätte zum letzten Jahreswechsel gedacht, dass mit 2020 ein historisches Jahr bevorstehen würde? Was anfänglich wie eine weit entfernte Bedrohung schien, wurde plötzlich zum alles bestimmenden Thema. Kein Gespräch auf den Straßen, das sich nicht um das Virus dreht, das öffentliche Leben kommt zwischenzeitlich zum Stillstand, es gibt kaum einen Arbeitsplatz, der keinen Corona-bedingten Änderungen unterworfen ist.

Und natürlich trifft das auch auf die Arbeitsplätze im Rathaus zu. Wo möglich, wurden die Mitarbeiter*innen ins Homeoffice geschickt, Besprechungen, beispielsweise des eingerichteten Krisenstabs, der Verwaltungskonferenz, Amtsleiter- und Fachbereichsleitersitzungen finden digital statt. Dabei ist und bleibt oberstes Ziel, den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten. Die zahlreichen Aktionen und zusätzlichen Aufgaben, die die Stadtverwaltung im Corona-Jahr 2020 bewältigt hat, sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Unter Corona-Krisen-Hotline, „Leichlingen hilft“, Banner-Kampagnen und Kurz-Interview-Reihen, befinden sich zahlreiche Projekte, reguläre städtische Aufgaben, die ebenfalls 2020 unter erschwerten Bedingungen gemeistert wurden und die Arbeit der Stadtverwaltung als Dienstleister für die Bürger*innen der Stadt definieren. Denn 2020 war so viel mehr als nur Corona.

Für die Arbeit der Stadtverwaltung prägend war die Kommunalwahl im September 2020. In Corona-konformen Wahlbüros oder per Briefwahl konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Stimme für den Stadtrat und den Bürgermeister der Stadt Leichlingen abgeben. In einer knappen Stichwahl setzte sich der amtierende Bürgermeister Frank Steffes durch und erhält somit die Chance, die Projekte seiner ersten Amtszeit fortzuführen. Unter Corona-Bedingungen konnte in der Aula des Gymnasiums die konstituierende Sitzung des Rates stattfinden und der neue Rat vereidigt werden.

Im Bürgerbüro wurden unter verschärften Hygiene-Regelungen ausschließlich reservierte Termine/online-Termine bearbeitet, so konnten Wartezeiten und Ansammlungen vermieden werden. Auch zwischen den Feiertagen bleibt das Bürgerbüro in Notbesetzung erreichbar. Das angeschlossene Standesamt schaffte es mit Fingerspitzengefühl, Flexibilität und Einsatzbereitschaft und in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern von Schloss Eicherhof und Sinneswald Corona-konforme Trauungen durchführen und rund 200 Paare ins Eheleben begleiten.

Das Sozialamt und das Jugendamt sicherten mit ihrer Arbeit, wo nötig im direkten Bürgerkontakt, dass sowohl die Anliegen der jüngsten Leichlinger*innen, als auch der Unterstützungsbedürftigen schnellstmöglichst bearbeitet wurden. Gruppenberatungsangebote mussten zwar ausfallen, es fanden aber Einzelberatungen statt.

Das Ordnungsamt war im Corona-Jahr sicherlich am meisten gefragt. Die Mitarbeiter*innen mussten die Corona-Maßnahmen des Landes umsetzen und kontrollieren und gleichzeitig insbesondere den Gewerbetreibenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dabei unterstützte sie die städtische Wirtschaftsförderin, die auch im Bereich Finanzierungshilfen umfassende Informationen weitergab. Zusätzlich wird von der Wirtschaftsförderung der Breitband- und Mobilfunkausbau weiter vorangetrieben, zum einen durch den Netzausbau durch die Firma Novanetz im Stadtgebiet rund um Witzhelden, aber auch durch die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln in den Projekten Anschluss „Weiße Flecken“ der Bundesregierung und „Wir jagen Funklöcher“ der Telekom. Durch die finanzielle Unterstützung hat die Stadt Leichlingen das beste Rüstzeug, um der fortschreitenden Digitalisierung in den nächsten Jahren zu begegnen. Die Corona-Pandemie zeigt auch, wie wichtig ein tragfähiger Netzausbau für die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und damit der Zukunft der Arbeitswelt ist.

Auch in den Schulen hat das Thema Digitalisierung an Vehemenz gewonnen. Über eine Landesförderung konnten über 400 iPads und fast 200 Notebooks bestellt und zum Teil schon an die Schulen verteilt werden. Leichlingen war eine der ersten Kommunen in NRW, die die Geräte bestellt hat. Zukünftig wird durch eine neu geschaffene EDV-Stelle der technische Support der Schulen durch die Stadtverwaltung sichergestellt.

Beim Thema Schulen ist natürlich auch die Sanierung der städtischen Gebäude und Infrastruktur nicht weit. 2020 hat die städtische Gebäudewirtschaft, die für alle städtischen Gebäude zuständig ist, mit der Sanierung der Grundschule Büscherhof begonnen. Dafür ist die Grundschule in die ehemalige Hauptschule gezogen. Außerdem wird sukzessive an allen Schulen die Verkabelung überarbeitet, um flächendeckendes W-LAN gewährleisten zu können. Exemplarisch seien noch der Umbau des Erdgeschosses des Alten Rathauses zum Veranstaltungsraum und die Gesamtsanierung der Asylbewerberunterkunft in der Friedensstraße genannt, neben zahlreichen kleineren Reparatur- und Sanierungsmaßnahmen. Außerdem laufen die Vorbereitungen für den Bau einer neuen Sporthalle und Kita in der Balker Aue.

Baumaßnahmen in der Stadt finden aber nicht nur in städtischen Gebäuden, sondern auch draußen statt. Straßen wurden repariert, Grünanlagen gepflegt und Spielplätze saniert. Der Neubau der Henley-Brücke über die Wupper und des Kunstrasenplatzes an der Balker Aue wurden geplant und werden 2021 umgesetzt. Und auch die Mobilitätswende macht sich in Leichlingen bemerkbar: die neu eingerichtete Mobilstation am Leichlinger Bahnhof und das ausgeschriebene Mobilitätskonzept versprechen eine Verbesserung der Infrastruktur nicht nur für den Fahrradverkehr.

Auch das Integrierte Handlungskonzept für Leichlingen wirft weiter seine Schatten voraus. Der Umbau des Stadtparks und die Schaffung eines Aufenthaltsortes für Jugendliche im Eicherhofpark stehen für das kommende Jahr in den Startlöchern. Die Erarbeitung eines Integrierten Handlungskonzeptes für Witzhelden wurde begonnen, ist aber durch die Corona-Pandemie ins Stocken geraten, da die Bürgerbeteiligung erschwert ist.

Und fast nebenbei wird im Bereich Stadtmarketing weiterhin an der Etablierung des neuen Corporate Design und des Blütenstadt-Logos gefeilt, wird im Bereich Öffentlichkeitsarbeit die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes und der Barrierefreiheit vorangetrieben und werden von Kulturbüro, Musikschule und Bücherei digitale Kultur-Formate erprobt. Und auch das konnte umgesetzt werden: 12 geschichtsträchtige Orte, Gebäude und Bauwerke gilt es seit Sommer per digitalen Stadtrundgang und auf eigene Faust zu entdecken. Hier haben die Mitarbeiter*innen eine kartenbasierte Anwendung entwickelt, die Besucher*innen von nah und fern, aber auch die Leichlinger*innen selbst, einlädt, die Blütenstadt neu kennenzulernen.

Lassen wir das Jahr 2020 Revue passieren, so scheint es, als hätte das Corona-Virus die Stadt voll im Griff gehabt. Und das stimmt natürlich auch. Aber schaut man genauer hin, sieht man: die Stadtverwaltung hatte ihre Aufgaben im Griff. Und darauf können sich die Bürger*innen in Leichlingen verlassen.

 

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