Wie wird man Bürgermeister? Wie kommt man in den Rat?


Stimmzettel der Bürgermeisterwahl 2004
Stimmzettel der Bürgermeisterwahl 2004

Die Ratsmitglieder werden, wie auch der Bürgermeister, von den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Leichlingen direkt gewählt.

Der Unterschied besteht darin, dass der Bürgermeister (zum ersten Mal im Jahr 2009) für die Dauer von sechs Jahren, der Stadtrat für die Dauer von fünf Jahren gewählt wird. Die unterschiedliche Länge der Amtszeit von Bürgermeister und Stadtrat führt dazu, dass der Bürgermeister und der Stadtrat zukünftig getrennt von einander gewählt werden. Bürgermeister-Kandidat oder -Kandidatin kann man mit Hilfe einer Partei oder Wählergruppe werden, die jemanden in einer ordentlichen Mitgliederversammlung zu ihrem Kandidaten erklärt. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass jemand mit einer unabhängigen Einzelbewerbung antritt, wenn ihn mit ihrer Unterschrift mindestens 160 Bürger unterstützen. 

Je mehr Stimmen eine Partei bei der Kommunalwahl erzielt, umso mehr Ratsmitglieder kann sie für fünf Jahre in den Rat entsenden. Klar, dass die ”stärkste” Partei mit den meisten Ratsmitgliedern auch mehr an eigener Politik umsetzen kann. 

Gewählt werden alle Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage in ganz Nordrhein-Westfalen  an einem Sonntag, den der Innenminister des Landes als Tag der "Kommunalwahlen" bestimmt hat. An dem Tag können alle Leichlingerinnen und Leichlinger, die mindestens 16 Jahre alt sind, in den Wahllokalen im Stadtgebiet oder mit speziellen Wahlbriefen ihre Stimme abgeben. Die Wahlberechtigten erhalten eine Postkarte aus dem Rathaus, auf der das Wahldatum und der Ort der Wahl (Wahllokal) steht. Da nicht alle Leichlingerinnen und Leichlinger, die 16 Jahre und älter sind, ins Rathaus passen würden und nicht alle in der Nähe des Rathauses wohnen, hat man sich entschieden, in den Stadtteilen (Wahlkreisen) sogenannte Wahllokale einzurichten. In Leichlingen gibt es zum Beispiel Gaststätten, Altenheime, Kindergärten oder Schulen, die für die Wahl mit Tischen und Wahlurnen ausgerüstet und umgeräumt werden.

Wie läuft die Wahl ab?
 

Wenn man zur Wahl geht, nennt man den Wahlhelfern im Wahllokal seinen Namen und gibt die Postkarte ab. Dafür bekommt man einen Wahlzettel mit den Namen von Kandidatinnen und Kandidaten aus den Parteien, die in den Stadtrat gewählt werden wollen. Vor der Wahl sollte man sich also schlau machen, für welche Politik die einzelnen Kandidaten stehen. Schließlich will man ja dem- oder derjenigen seine Stimme geben, der oder die die eigenen Wünsche und Interessen am besten vertritt.

Gewählt wird in einer Wahlkabine indem man den Namen seines Wunsch-Kandidaten oder -kandidatin ankreuzt. Es darf pro Wahlgang nur ein Kreuz gemacht werden. Nach der Wahl muss der Zettel in eine mit einem Schloss gesicherte Wahlurne geworfen werden. Die Wahlhelferinnen und -helfer öffnen abends um 18 Uhr, wenn die Wahl beendet ist, diese Kästen und werten die Wahlzettel aus. Dabei wird genau festgehalten, wie viele Stimmen die Parteien, die zur Wahl standen, bekommen haben. Wer die meisten Stimmen bekommen hat, gewinnt die Wahl.

Die Zusammensetzung des Leichlinger Stadtrates stellt sich nach dem Wahlergebnis der letzten Kommunalwahl 2004 wie folgt dar: 

Ergebnisse der Kommunalwahl 2014

32 Ratsmitglieder davon: 

Anzahl der Ratsmitglieder               Partei
 

     12                                                      Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 

     11                                                      Christlich Demokratische Union (CDU) 

       3                                                      Bündnis 90/Die Grünen

       2                                                      BWL

       2                                                      Unabhängig Wählergemeinschaft (UWG) 

       1                                                      Die Linke

       1                                                      Freie Demokratische Partei (FDP)