WupperWandel


Ein verbindender Projektansatz zur Regionale 2010

Leichlingen entwickelt gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Leverkusen fachlich begleitet durch den Wupperverband das Kooperationsprojekt ‚WupperWandel‘  im Rahmen der Regionale 2010.  

Radfahren oder Wandern entlang der Wupper, Wohnen mit Blick auf den Fluss, Verweilen auf schönen Plätzen am Wasser – all dies waren bis Ende des 20. Jahrhunderts eher fragwürdige Ideen an der Wupper. So hatte die Wupper den zweifelhaften Ruhm als einer der verseuchtesten Flüsse Europas. Statt den Fluss zu genießen, gab es in den Schulen stinkefrei, wenn die Gerüche der eingeleiteten Abwässer nicht mehr zu ertragen waren.  

Diese Zeiten sind vorbei. Heute ist die Wupper dank der verbesserten
Wasserbewirtschaftung und Gewässerpflege wieder als Erholungs-, Freizeit- und Erlebnisraum attraktiv. Die Stadtentwicklung, die sich über Jahrzehnte vom Fluss abgewendet hatte, entdeckt diese neuen Qualitäten und will sich dem Gewässer nun zuwenden.  

Ziel und Rahmen des Projektes

Zu diesem Zweck haben sich die Städte Leverkusen und Leichlingen gemeinsam mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis zu einem Projektträger im Rahmen der Regionale 2010 zusammen-geschlossen. Sie wollen den ‚WupperWandel’ hin zu einem natur- und wohnortnahen Erholungsraum gemeinsam nutzen, gestalten, erlebbar machen und durch innovative Methoden vermitteln.

Die Regionale 2010 bietet die einmalige Chance den Wandel tatkräftig anzugehen. Die „Regionalen“ sind ein Strukturprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das im Turnus von zwei Jahren einer jeweils ausgewählten Region die Möglichkeit bietet, sich selbst und anderen zu präsentieren. Dabei sollen die Qualitäten und Eigenheiten der Region herausgearbeitet werden, um Impulse für deren zukünftige Entwicklung zu geben.  

Im Jahr 2010 findet die Regionale in der Region Köln/Bonn statt. Verschieden Projekte aus der Region sollen die Ergebnisse für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen. Die Projektträger des ‚WupperWandels‘  arbeiten kontinuierlich daran, dass ihr Vorschlag eines dieser Projekte wird.  

Wupperkorridor verbunden  im regionalen Kulturlandschaftsnetz

Der Projektraum spannt sich zwischen den beiden attraktiven und erst kürzlich gestalteten Parkanlagen Neulandpark (Landesgartenschau Leverkusen 2005) und Brückenpark Müngsten auf. Der ‚WupperWandel‘ verbindet sich über diese Einstiege hinaus mit der Region und weiteren Ansätzen zur Stärkung der einzigartigen Kulturlandschaft im Rahmen der Regionale 2010.  

Vom Brückenpark Müngsten bis zur Stadtgrenze Solingen-Leichlingen hat die Regionale 2006 bereits den sehr gut angenommenen Erlebnisweg Wupper gestaltet. Diesem Vorbild folgend, soll ein attraktiver Wanderweg bis zum Neulandpark fortgeführt werden. Ein begleitender Radweg und befestigte Kanuein- und ausstiege sollen die verbindende Infrastruktur vervollständigen. Ein wegebegleitendes Vermittlungskonzept wird die wandelvolle Geschichte des Flusses erzählen. Kulturinitiativen und Bildungskonzepte zur Wissensvermittlung sind ebenfalls geplant.

Maßnahmenschwerpunkte vor Ort

Neben diesen verbindenden Ansätzen wird vor Ort in sieben so genannten Lupenräumen gearbeitet. Hier liegen die lokalen Maßnahmenschwerpunkte. Die sieben Lupenräume von der Mündung aufwärts sind:

  • die Wuppermündung in den Rhein mit der wiederzuerrichtenden Schiffsbrücke,
  • die ökologisch interessanten Wupperauen bei Leverkusen-Rheindorf,
  • der Opladener Park Rehbockanlage mit den umliegenden Villen,
  • der Wupperübergang zwischen der Rheinebene und dem Bergischen Land,
  • der Ortskern Leichlingen,
  • das nördlich angrenzende ländliche Leichlingen mit den alten Hof- und Herrschaftsgebäuden am Fluss
  • sowie die bewaldete bergische Wupper im Übergang nach Solingen. 

 

Die Ideen und Ansätze in diesen Räumen sind sehr unterschiedlich. Im Themenfeld Wasser ist die naturnahe Umgestaltung der Wupperufer an fünf Stellen geplant. Maßnahmen im Bezugsfeld Landschaft  umfassen z. B. die Stärkung ökologischer Rückzugsräume und landschaftspflegerische Maßnahmen, die gestalterische Abgrenzung des Siedlungsraumes zur Landschaft und die Ausdifferenzierung des Leichlinger Freizeitschwerpunktes Balker Aue.

Im Bezugsfeld Stadt soll in Opladen die Geschichte der dortigen Villen erzählt werden. Die Stadt Leichlingen setzt ihre oberste Priorität in dieses Bezugsfeld, denn sie will die Innenstadt der Wupper neu zuwenden. Zu diesem Zweck erarbeitet sie ein freiraumplanerisch-städtebauliches Konzept mit Zielaussagen weit über das Jahr 2010 hinaus.

 

Karten der Werkstattgruppen:

Gruppe A       Gruppe B       Gruppe C1       Gruppe C2       Gruppe D