Regenwassernutzung


Trinkwasser ist wertvoll, denn die Grundwasser-Ressourcen sind nicht unerschöpflich, und die Aufbereitung von Wasser zu hochwertigem Trinkwasser ist teuer. Doch was geschieht mit dem aufwendig hergestellten Nass?

Durchschnittlich 140 Liter gutes Trinkwasser werden täglich pro Kopf im Haushalt mit Hilfe der Toilettenspülung durch die Kanalisation gejagt, zum Duschen und Baden, Wäschewaschen, Kochen, usw. verbraucht. Allein ca. 35 % entfallen auf die WC-Spülung, weitere 38 % auf die Körperreinigung und nur rund ca. 6 % auf die eigentliche Verwendung als Trinkwasser. Darüber hinaus ist Deutschland zwar kein Wassermangelgebiet, aber Schadstoffe belasten zunehmend unsere Wasservorräte.
Gewinnung und Aufbereitung von hygienisch einwandfreiem Wasser wird immer schwieriger und teurer. Verbrauchsreduzierungen sind möglich durch technische Maßnahmen der
Wassereinsparung, beispielsweise den Einsatz von wassersparenden Armaturen und Geräten. Durch diese technischen Verfahren wird ein großer Spareffekt bei geringen Kosten erzielt.

• Durchlaufbegrenzer an Armaturen der Waschbecken
• Intervallgeber an Duschen (Armatur schaltet automatisch ab)
• Einhebelmischbatterien zur Verringerung der Temperatur-Einregelverluste
• Spülkästen an WCs mit reduzierter bzw. gestaffelter Wasserspülmenge (Spül/Stop-Taste)
• Wassersparende Geräte (Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen) mit Warmwasserzulauf.

Nicht für jeden Zweck wird hochwertiges Trinkwasser benötigt, sondern reicht z.B. das Regenwasser aus, das in Regentonnen/Zisternen aufgefangen werden kann. Für die Bewässerung des Gartens zum Beispiel reicht das Brauchwasser in geringerer Qualität aus. Nicht zuletzt führt die Rückhaltung des Regenwassers bei starken Niederschlägen auch zu einer nicht zu unterschätzenden Entlastung der Kanalisation und der Klärwerke. Aber auch im Bereich der Toilettenspülung bietet sich über Sparmaßnahmen hinaus der Einsatz von Regenwasser als ideale Alternative zum kostbaren Trinkwasser an. Anfängliche hygienische Bedenken konnten, diesen Nutzungsbereich betreffend, durch verschiedene Studien in den letzten Jahren ausgeräumt werden.