Die Kämmerei


Willkommen in der Kämmerei
Willkommen in der Kämmerei

In der Kämmerei geht es ums Geld. Der Müll muss abgeholt und entsorgt, neue Spielgeräte gekauft und alte Geräte repariert werden. Aber auch  die Ausbesserung eines Sportplatzes, der Ausbau städtischer Kindertagesstätten und Schulen und die Pflege der städtischen Grünanlagen müssen bezahlt werden. All diese für unser Leben in der Stadt notwendigen Dinge kann es nur geben, wenn die Stadt über das dafür nötige Geld verfügt. Die Ausgaben, die in Leichlingen anfallen, müssen also durch Einnahmen finanziert werden.

Der Haushaltsplan
Der Haushaltsplan
Hundemarken - die Hundesteuer ist bezahlt
Hundemarken - die Hundesteuer ist bezahlt
"Knöllchen" hinter der Windschutzscheibe
"Knöllchen" hinter der Windschutzscheibe

Aber wie bekommt die Stadt Leichlingen Geld in ihre Stadtkasse?

Nun, wesentliche Einnahmen der Stadt sind Steuern und Gebühren, die die Bürgerinnen und Bürger an die Stadt entrichten müssen. Einige Steuern kennt ihr bestimmt auch. Die meisten Steuern werden zwar vom Bundestag festgesetzt. Aber es gibt auch Steuern, die eine Stadt wie Leichlingen erheben darf. Das sind die Gewerbesteuer, Grundsteuer, Hundesteuer und Vergnügungssteuer. Welche und wie viel Steuern jemand zu bezahlen hat, wird im Steueramt berechnet.

Unternehmen und Firmen müssen zum Beispiel Gewerbesteuer bezahlen. Die Firmen nutzen die Anlagen und Einrichtungen einer Stadt, wie zum Beispiel die Straßen. Die müssen gebaut und gepflegt werden und das kostet Geld. Dafür wird die Gewerbesteuer von Unternehmen erhoben.  
Jeder, der ein Grundstück, ein Haus oder eine Wohnung in Leichlingen besitzt, muss hierfür Steuern an die Stadt Leichlingen bezahlen. Die Höhe der Steuer ist von der Beschaffenheit und dem Wert abhängig. 

Jeder Hundehalter und jede Hundehalterin ist verpflichtet, für seinen bzw. ihren Hund eine Steuer zu bezahlen (Hundesteuer). Für jeden versteuerten Hund bekommt der Hundehalter eine Hundesteuermarke. Diese Steuer soll dazu beitragen, die Zahl der Hunde zu begrenzen. Deswegen ist auch die Steuer für jeden Hund höher, wenn mehrere Hunde von einem Hundehalter gehalten werden. Am höchsten ist die Steuer jedoch für gefährliche Hunde (Kampfhunde; 144 Euro pro Hund).  Wir haben in Leichlingen z.B. rund 1.900 Hunde für die Steuern bezahlt werden müssen. Für einen Hund muss der Hundehalter oder Hundehalterin 72 Euro pro Jahr an die Stadt zahlen. 

Eine weitere Einnahmequelle der Stadt ist die Vergnügungsteuer. Für Tanzveranstaltungen und Filmvorführungen hat der Veranstalter Vergnügungsteuer an die Stadt zu zahlen. Aber auch für den Betrieb von Spiel- und Unterhaltungsapparaten (z. B. Geldapparate, Flipper und Billardtische) werden Steuern erhoben. Die Höhe der Steuer richtet sich entweder z. B. nach dem Eintrittspreis und der Anzahl der Besucher oder nach der Raumgröße und bei Spiel- und Unterhaltungsapparaten nach der Anzahl der Geräte und deren Umsatz.  

Wenn ihr Unterricht in der Musikschule erhaltet oder ein Buch in der Bücherei ausleiht, aber auch für euren Müll, den ein Unternehmen im Auftrag der Stadt entsorgt, oder wenn der Bauhof die Straßen reinigt und im Winter Salz streut, müssen eure Eltern Gebühren bezahlen. Wer ein Haus bauen will, zahlt Erschließungsgebühren. Autofahrer haben Parkgebühren zu zahlen. Wer sich davor drückt, muss noch mehr zahlen, denn natürlich sind auch Verwarnungsgelder, die so genannten  ”Knöllchen”, Einnahmen für die Stadt.  

Sicherlich werdet ihr euch fragen, wie man bei so vielen Zahlen noch den Überblick bewahrt. Nun, gegen Ende eines Jahres müssen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fachbereichen der Stadtverwaltung der Kämmerei schriftlich mitteilen, wofür sie im kommenden Jahr Geld ausgeben wollen und müssen. In der Kämmerei stellt man diesen Zahlen zusammen und rechnet aus, was die Stadt im nächsten Jahr für Einnahmen erwarten kann  vor allem aus den Steuer- und Gebühreneinnahmen und aus Geld, das sie vom Land bekommt. Ganz wichtig: Ähnlich wie bei euch und euren Eltern zu Hause darf und sollte die Verwaltung nicht mehr Geld ausgeben als sie hat. 

Die letzte Entscheidung über die Vorschläge und das aufgelistete Zahlenmaterial hat der Rat, der den städtischen Haushaltsplan beschließt. Übrigens: Das Zahlenmaterial ist öffentlich, das heißt jeder kann es einsehen. Auf der städtischen Homepage findest du es unter Bürgerservice  Haushaltsplan (entwurf).

Zur Kämmerei gehört auch die Stadtkasse. Sie registriert alle Einzahlungen und Auszahlungen. Wenn jemand Rechnungen der Stadt nicht bezahlt, gehört es auch zur Aufgabe der Stadtkasse, denjenigen mit einer Mahnung an die Zahlung zu erinnern. Wenn jemand nach wiederholter Mahnung der Stadt nicht zahlt, dann muss die Vollstreckungsstelle der Stadtkasse das Geld "eintreiben". Das geht manchmal so weit, dass ein Vollstreckungsbeamter pfänden muss. Das bedeutet, dass z. B. Wertsachen wie Schmuck oder Autos eingezogen und verkauft werden. Mit dem Geld aus dem Verkauf der gepfändeten Gegenstände werden die Schulden dann bezahlt.