Energieeinsparverordnung 2014


Auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudestand soll in Gebäuden mehr Energie eingespart werden, sei es beim Heizen, Kühlen, Wassererwärmen, Lüften oder Beleuchten. Der Gesetzgeber hat in der Energieeinsparverordnung (EnEV) die frühere Wärmeschutzverordnung und die Heizanlagenverordnung zusammengefasst. Damit werden die großen Energieeinsparpotenziale bei der Beheizung von Gebäuden genutzt werden. Für Neubauten bedeutete die Energieeinsparverordnung, dass ein vorgeschriebener Wärmeenergiebedarf für die Beheizung des Gebäudes nicht überschritten werden darf.  Auch bei Sanierungen müssen Dämmstandards eingehalten werden.

Vom 1. Mai 2014 an gilt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014). Kernelement der EnEV 2014 ist die weitere Anhebung der Effizienzanforderungen für Neubauten inkl. der Anforderungen an die Dichtheit des gesamten Gebäudes.  Außerdem wird die Bedeutung des Energieausweises als Informationsmittel für den Verbraucher herausgestellt. Ab 2016 wird es eine Verschärfung für Neubauten geben.

www.enev-online.de

www.energieagentur.nrw.de

www.vz-nrw.de

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz


Eigentümer von Neubauten mit einer Nutzfläche von mehr als 50 m² sind verpflichtet, den Wärme- (oder Kälte)-Energiebedarf im nach verwandter Energieart unterschiedlichen Umfang aus erneuerbaren Energien zu decken. Der Anteil der erneuerbaren Energie ist abhängig von der gewählten Energieart. Bei der solaren Strahlungsenergie müssen 15 % und bei der Biomasse 50 % an dem gesamten Energieverbrauch bereitgestellt werden. Ersatzmaßnahamen durch Erhöhung der Dämmung oder Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung können die Nutzungspflicht ebenfalls erfüllen.

Fördermittel


Für den geplanten Hausbau oder Sanierung bestehen verschiedene Möglichkeiten öffentliche Fördermittel vom Bund, dem Land oder den öffentlichen Versorgern zu erhalten. Fördermittel in unterschiedlicher Höhe erhalten Sie z. B. für den Einbau einer Solaranlage, einer Holzpelletheizung, einer Wärmepumpenanlage oder auch einer Regenwassernutzungsanlage. Generell werden so gut wie alle Erneuerbaren Energien gefördert. Die Höhe dieser Fordermittel oder zinsgünstigen Darlehn ist unterschiedlich und wird zum Teil jedes Kalenderjahr neu berechnet. Unter den angefügten Links sind die möglichen Förderungen aufgeführt.

www.kfw.de

www.bezreg-arnsberg.nrw.de/

www.bafa.de

www.energieagentur.de

Solarthermie


Bei der Solarthermie wird die Wärmeenergie der Sonnenstrahlung  mittels Sonnenkollektoren auf dem Dach aufgefangen und in einem Pufferspeicher über einen längeren Zeitraum gespeichert. Diese Wärme wird in Regel für die Warmwasserbereitung genutzt, sodass die Solarthermieanlage die Warmwasserversorgung eines Hauses in den Sommermonaten zum großen Teil übernimmt. Wird nicht ausreichend Wärmenergie für die Warmwasserbereitung bereitgestellt, übernimmt der Kessel, sodass immer ausreichend Warmwasser zur Verfügung steht. Die Größe einer thermischen Solaranlage liegt für einen Vierpersonenhaushalt bei einer 4-6 qm großen Kollektorfläche und einem300 - 400 l Speicher.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Solarthermie bietet die Unterstützung der Heizungsanlage. Niedertemperaturheizung mit geringen Vor- und Rücklauftemperaturen, wie es zum Beispiel bei der derzeit oft verbauten Fußbodenheizung zu finden ist, können in den Übergangszeiten (Frühling und Herbst) von der Solarthermie unterstützt werden. Die Kollektorfläche sollte hierbei ca. 10 % der zu beheizenden Gebäudefläche betragen.

www.bafa.de

www.energieagentur. nrw

www.solarwirtschaft.de

Photovoltaik


Photovoltaik ist eine umweltfreundliche Möglichkeit die Sonnenenergie in Strom zu verwandeln. Mit einer Photovoltaikanlage wird über den photoelektrischen Effekt in den Solarzellen Strom produziert. Eine Photovoltaik-Anlage arbeitet am effektivsten, wenn die Module in Richtung Süden mit einer Neigung von ca. 25° - 35° ausgerichtet werden. Abweichungen zu der idealen Ausrichtung verringern den Stromertrag, der wirtschaftliche und sinnvolle Betrieb ist in den häufigsten Fällen dennoch möglich. Der von der Photovoltaik-Anlage produzierte Strom ist vorrangig aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen  im eignen Haushalt zu verbrauchen. Erst bei einer Überschussproduktion wird der Strom in das öffentliche Netz eingespeist und jede Kilowattstunde vom Energieversorger nach dem aktuellen EEG vergütet.

Schon seit mehreren Jahren liegt die Vergütung deutlich unterhalb der Strompreise. Der wirtschaftliche Betrieb einer Photovoltaik-Anlage ist erst bei ausreichendem Eigenverbrauch möglich. Folglich ist die Anlage entsprechend des Stromverbrauches und dem Nutzerverhalten zu dimensionieren.

www. energieagentur.nrw

www.solarwirtschaft.de

Wärmepumpen


Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt Wärme und macht sie unter Einsatz von Hilfsenergie, meist Strom, für Heizzwecke nutzbar. Als Quelle für die Umweltwärme werden das Erdreich, das Grundwasser, die Außenluft und die Abluft von Lüftungsanlage verwendet. Für die Effektivität einer Wärmepumpe sind die zur Verfügung stehende Wärmequelle und das verwendete Heizsystem von entscheidender Rolle. Je geringer der Temperaturunterschied zwischen Umweltwärme und Vorlauftemperatur ist, desto weniger Hilfsenergie muss zusätzlich beigesteuert werden.  Daher ist eine Niedertemperaturheizung in Kombination mit einer geothermischen Energiequelle optimal für den effizienten Betrieb der Wärmepumpe.

www.energieagentur.nrw

www.waermepumpe.de

Biomasse


Biomasse ist ein nachwachsender Rohstoff, der bei nachhaltiger Bewirtschaftung beständig bereitsteht. Die Biomasse ist regional verfügbar. Der Energieaufwand für die Aufbereitung und Bereitstellung der Biomassefestbrennstoffe ist im Vergleich zu Heizöl und Erdgas sehr gering. Die Wertschöpfung bleibt in der Region. Biomasse ist bei nachhaltiger Bewirtschaftung und regionaler Nutzung nahezu CO2-neutral, da bei deren Verbrennung nur so viel CO2 abgegeben wird, wie die Pflanze zuvor beim Wachsen aufgenommen hat. Die Biomasse, meist Pellets, wird in einem Kessel verbrannt und somit die thermische Energie an das Heizungssystem abgegeben. Die Biomasse selbst wird wie Öl in einem Tank gelagert und mittels Saugsystem oder Förderschnecke zum Kessel transportiert.

BioEnergiemanagement
Bergisches Land

Holzcluster Bergisches Land

www.carmen-ev.de