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PCB-Belastung in Sekundarschule und Gymnasium – Maßnahmenplan beschlossen

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Nach Abstimmung mit den übergeordneten Behörden wurde der Maßnahmenplan für das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit den erhöhten PCB-Werten in einigen Teilen des städtischen Gymnasiums und der Sekundarschule beschlossen. Den Plan hatte die Stadtverwaltung gemeinsam mit einem Sachverständigenbüro aus Pulheim erarbeitet, nachdem im Rahmen von Luftmessungen in Teilen des Schulzentrums erhöhte PCB-Werte festgestellt worden waren.

Den Schulleitungen liegt der Maßnahmenplan bereits vor, sie informieren nun die Schulpflegschaften und die Elternschaft. Im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport am Montag, 12. September, wird das weitere Vorgehen Politik und Öffentlichkeit erläutert. Die vereinbarten Maßnahmen werden nun zeitnah umgesetzt.

Noch während der Abstimmung hatte das Amt für Gebäudewirtschaft als Sofortmaßnahme in den Sommerferien eine intensive Reinigung der beiden Schulgebäude durchgeführt und Staubschichten auf höherliegenden Bauteilen in den Räumen entfernt. Da PCB an Staub anhaften kann, wurde der Reinigungsturnus im Schulzentrum angepasst, sodass alle Klassen- und Fachräume bis auf Weiteres täglich gereinigt werden. Durch die verstärkte Reinigung und vermehrtes Lüften können die Räumlichkeiten weiterhin genutzt werden.

Da die PCB-Freisetzung abhängig von Umwelteinflüssen wie z. B. wechselnden Temperaturen schwanken kann, hat gemäß PCB-Richtlinie ein Jahresmittel berechnet zu werden, um den durchschnittlichen PCB-Gehalt der Raumluft zu ermitteln. Dafür sind drei weitere Messzyklen in je 12 Räumen beider Gebäude im Laufe des Jahres geplant.

In dem geringer belasteten Gymnasium sollen die als Primärquellen ausgemachten PCB-haltigen Fugenmassen mittels eines diffusionsdichten Aluminiumklebebandes versiegelt werden. Durch diese Maßnahme wird der Vorsorgewert von unter 300 Nanogramm PCB pro Kubikmeter Luft, der gemäß PCB-Richtlinie als langfristig tolerabel anzusehen ist, voraussichtlich in allen Räumen erreicht werden. Die Arbeiten werden von einer Sanierungsfachfirma ausgeführt und so geplant, dass sie im laufenden Betrieb ohne Störung des Schulablaufs stattfinden können.

In Teilen der Sekundarschule wurden mit 1.500 bis 3.000 ng PCB/m³ Luft höhere Werte gemessen, sodass der Vorsorgewert hier wohl nicht durch das Abkleben der Fugen erreicht werden kann. Eine Probesanierung von zwei Räumen durch die Entfernung der Primärquellen (Fugenmassen) und gegebenenfalls der Sekundärquellen (Einbauten, Mobiliar, Fußbodenbeläge etc.) soll Aufschluss über die Sanierungsfähigkeit des Gebäudes geben.

Um das Sekundarschulgebäude weiterhin nutzen zu können, werden die Räumlichkeiten täglich gereinigt und vor Unterrichtsbeginn gelüftet. Potenziell sekundär kontaminierte Materialien wie Böden, Vorhänge, Rollos etc. werden geprüft und ausgemachte sekundäre Kontaminierungsquellen wo möglich aus den Räumlichkeiten entfernt.

In Abhängigkeit von Zwischen- und Endergebnissen der (Probe-)Sanierungen, Messzyklen und sonstigen Erkenntnissen wird der Maßnahmenplan fortgeschrieben.

Die Stadtverwaltung hat ein FAQ mit den wichtigsten Fragen und Antworten rund um PCB auf der städtischen Website zusammengestellt.

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