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Rückschnitt von Bäumen und Hecken, die in den öffentlichen Verkehrsraum ragen

|   Pressemitteilungen

Zum Schutz vor neugierigen Blicken werden an Grundstücksgrenzen besonders gerne Hecken und Sträucher gepflanzt. Oft wachsen diese in den öffentlichen Verkehrsraum hinein und können zu Gefahrensituationen für Auto-, Motorrad-, Radfahrer, Fußgänger und Menschen mit Handicap führen. Auch Straßenlaternen, Verkehrszeichen und Sichtdreiecke sind oft durch privates Grün so zugewachsen, dass die Verkehrssicherheit und auch die Orientierung aller Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt ist.

Damit Fahrradfahrer nicht von herabhängenden Ästen getroffen werden und keine Unfälle durch verdeckte Stoppschilder entstehen, sind die Überhänge rechtzeitig und ausreichend zurückzuschneiden. Für das städtische Grün übernimmt dies der Bauhof, doch auch Grundstückseigentümer*innen sind verkehrssicherungspflichtig und haften für Unfälle und Schäden, die durch Überwuchs ihrer Begrünung entstehen können.

Bäume, Sträucher, Hecken und sonstige Pflanzen dürfen in den Luftraum über Geh- und Radwegen nur ab einer Höhe von 2,50 m und über Straßen, Wegen und Plätzen ab einer Höhe von 4,50 m hineinragen. Außerdem dürfen sie keine Verkehrszeichen oder Laternen verdecken und das Sichtfeld der Verkehrsteilnehmer*innen nicht zusätzlich einschränken. Auch eine Verengung der Straße oder des Gehwegs ist unzulässig.

Die richtige Zeit für den Rückschnitt ist jetzt. Denn um brütende und nistende Tiere zu schützen, darf laut Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) in der Zeit vom 1.3. bis 30.9 bei Hecken, lebenden Zäunen, Gebüschen und anderen Gehölzen nur ein Formschnitt vorgenommen werden. In der Zeit vom 1.10. bis 28.2. darf bis auf den Stock zurückgeschnitten werden. Diese Verbote gelten nicht, wenn der Schnitt behördlich angeordnet wird, um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Mehr Informationen und Beispielbilder für den richtigen Rückschnitt finden Sie hier.

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