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110 Jahre seit dem Absturz des Luftschiffs Erbslöh

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Im Sommer 1909 hat man in der Leichlinger Ortschaft Balken mit dem Bau einer Ballonhalle begonnen, in der das lenkbare Motorluftschiff „Erbslöh“ montiert wurde. Oskar Erbslöh (1879-1910) war der Vorsitzende der Rhein.-Westf. Motorluftschiff-Gesellschaft e.V. Er hatte als Freiballonsportler und in der Motorluftschifffahrt schon viele Erfahrungen gesammelt und internationale Preise gewonnen. Das Motorluftschiff „Erbslöh" -  Länge: 53,2 Meter, Gondel: 27 Meter, Durchmesser vorne: 10,5 Meter, hinten: 7,25 Meter, Gasinhalt: 3200 cbm, Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h -  ist am 13. Juli 1910 bei Pattscheid explodiert und aus 280 Meter Höhe herabgestürzt. Oskar Erbslöh und die vierköpfige Besatzung verunglückten tödlich.

Als Ursache wird die plötzliche Sonneneinstrahlung auf die Hülle angenommen. Durch die Erwärmung des Traggases dehnte sich dieses aus. Als das Traggas mit Funken aus dem Zündsystem des Antriebs in Berührung kam, explodierte es.

Das Oskar-Erbslöh-Denkmal in der Balker Aue ist auch heute noch ein bleibender Zeuge der Vorrangstellung Leichlingens in der Luftschifffahrt im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Auf einem 200 Zentner schweren, auf einem Granitsockel ruhenden Steinblock liegt ein zu Tode gestürzter bronzener Adler. Seine Krallen umschließen einen Lorbeerkranz.

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