Neben dem Haushaltsplan 2026 wird auch die Sanierung des Schulzentrums samt Übergangsunterbringung in der kommenden Ausschussrunde des Stadtrats im Februar und März erneut thematisiert.
Ursprünglich war nach Auswertung der durch mehrfache Messungen im Laufe eines Jahres ermittelten PCB-Luftwerte in den Räumlichkeiten des Schulzentrums sowie dem Ergebnis der vorgenommenen Probesanierung lediglich der Neubau der Sekundarschule geplant. Die Luftwerte im Gymnasium und der Sekundarschul-Sporthalle hatten durch vorgenommene Sanierungsmaßnahmen so weit gesenkt werden können, dass sie unter dem in der PCB-Richtlinie als unbedenklich definierten Schwellenwert lagen.
Während die ersten Planungen für die Sekundarschulsanierung begannen, wurde jedoch bekannt, dass die PCB-Richtlinie demnächst überarbeitet werden soll. Dabei sollen die Schwellenwerte, ab denen eine Sanierung vorgesehen ist, heruntergesetzt werden. Diese neuen, niedrigeren Schwellenwerte würden Gymnasium und Sekundarschul-Sporthalle dann ebenfalls überschreiten, sodass auch hier weitere, umfassendere Sanierungsarbeiten nötig werden. Daher beauftragte der Rat der Stadt Leichlingen im vergangenen Jahr die Verwaltung, den Neubau des gesamten Schulzentrums zu betrachten.
Dabei ging es auch um die Planung einer Übergangslösung für die Unterbringung der Schüler*innen und Lehrkräfte während der Bauarbeiten in einer Containeranlage im Eicherhofsfeld. Die Größe der Anlage wurde so geplant, dass zuerst die Sekundarschule und in einem zweiten Schritt nach Fertigstellung des Sekundarschulneubaus das Gymnasium dort untergebracht werden könnte. Ergebnis: Die ermittelten Kosten für den Bau und Betrieb der reinen Übergangsunterbringung würden sich auf ca. 18,4 Millionen Euro belaufen.
Gleichzeitig haben sich neue Erkenntnisse zum Wiederaufbauplan ergeben, über den die Stadt Fördermittel des Landes NRW zur Wiederherstellung der Dreifach-Sporthalle und der Aula nach der Flut erhält: Auch Neubauten sind förderfähig.
Diese beiden Informationen haben die Stadtverwaltung bewogen, nochmals zu prüfen, ob nicht doch eine Lösung auf dem bisherigen Gelände des Schulzentrums und der sanierungsbedürftigen Dreifach-Sporthalle möglich wäre, ohne eine große Übergangsunterbringung zu benötigen.
Ein Neubau der bestehenden Gebäude (Sekundarschule, Gymnasium, Sekundarschulsporthalle, Dreifach-Sporthalle, Mensa und Aula) wäre nach Prüfung grundsätzlich in einem abgestimmten Verfahren auf den vorhandenen Grundstücken möglich. Dabei würden die Gebäude nacheinander errichtet, angefangen mit der Sekundarschule, da dort aufgrund der bestehenden PCB-Belastung der höchste Handlungsdruck besteht.
Bürgermeister Maurice Winter informierte den Rat der Stadt Leichlingen in der Sitzung am 15. Januar über die neuen Erkenntnisse. Angesichts der immensen und potenziell vermeidbaren Kosten sowie der neuen Informationen zum Wiederaufbauplan scheint eine Überprüfung der Alternative durch den Rat angebracht. Die beiden Optionen für die Übergangsunterbringung werden daher in der kommenden Ausschussperiode im Februar und März detailliert vorgestellt und erläutert, bevor der Rat in der Sitzung am 23. März eine Richtungsentscheidung zum weiteren Vorgehen trifft. Im Anschluss wird die Verwaltung dann schnellstmöglich mit der Umsetzung der beschlossenen Variante beginnen.
Die Stadt Leichlingen hat als Schulträgerin die bestmögliche und zukunftssicherste Lösung für die weiterführenden Schulen der Blütenstadt als Ziel. Schulen, Schulträgerin und Politik haben sich in den letzten Jahren bereits in vielen Gesprächen und Sitzungen mit der Zukunft des Schulzentrums beschäftigt. Diese konstruktiven Gespräche werden in den nächsten Tagen fortgesetzt. Die Schulleitungen wurden bereits über das geplante Vorgehen informiert.
Bild: ©Uli Preuß
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