News-Detailansicht

Von strahlend weiß bis bunt gemustert – Leichlinger*innen nähen 400 Mundschutze

|   Pressemitteilungen

Mal grün, mal blau gestreift, mal schlicht weiß und auch die ein oder andere mit Blümchenmuster ist dabei – man sieht sofort, dass die vielen fleißigen Näher*innen sich Mühe gegeben haben. Tobias Siefen vom Sozialkaufhaus Globolus übergab heute, 3. April, eine große Kiste voll selbst genähter Atemmasken an Bürgermeister Frank Steffes. Das Leichlinger Sozialkaufhaus und die Stadtverwaltung hatten vor einigen Tagen Freiwillige dazu aufgerufen, Masken selbst herzustellen, die helfen können, Ansteckungen zu vermeiden. Das Globolus stellte Stoffe aus dem eigenen Sortiment zur Verfügung, hinzu kamen Stoffe, die bei der Stadtverwaltung abgegeben wurden – Tischdecken, Bettlaken und Kissenbezüge fanden so eine neue Bestimmung.

Etwa vierzig Bürger*innen folgten dem Aufruf, auch über die Leichlinger Stadtgrenzen hinaus. Zusätzlich zu den 180 Masken, die Tobias Siefen im Rathaus vorbeigebracht hat, sind in den letzten Tagen rund 200 Masken bei der Stadtverwaltung abgegeben worden. Und weitere wurden angekündigt.

Die abgekochten und gebügelten Masken werden in Zweier-Packs an städtische Außendienstmitarbeiter*innen und ehrenamtliche Helfer*innen des Projektes „Leichlingen hilft“ verteilt, die regelmäßig Kontakt zu wechselnden Personen haben. Die Masken sollen neben dem Einhalten der empfohlenen Hygienemaßnahmen ein zusätzliches Hilfsmittel sein, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das Tragen von Atemmasken kann helfen, die Tröpfcheninfektion nicht weiterzuverbreiten, falls man bereits erkrankt ist, es aber noch nicht weiß.

Überzählige Masken wird die Stadtverwaltung an Einrichtungen in der Stadt weitergeben, um sie möglichst effektiv zu verteilen. Eine tolle Aktion, die zeigt, dass gerade auch in Krisenzeiten Solidarität in unserer Stadt aktiv gelebt wird.

Und damit die selbst genähten Gesichtsmasken möglichst effektiv genutzt werden, haben wir einen Leitfaden zusammengestellt, der erklärt, worauf es beim Tragen ankommt.

 

Verwaltung ist schon dabei, jetzt sind die Bürger*innen gefragt: Wer kann Atemmasken nähen?

Bereits in der vergangenen Woche hat Bürgermeister Frank Steffes die Verwaltungsmitarbeiter*innen aufgerufen, wer kann, der möge bitte Atemmasken nähen, die an allen Ecken und Enden derzeit gebraucht werden, sei es für die Außendienstmitarbeiter oder auch für die Helfer*innen, die bei „Leichlingen hilft“ den Menschen zur Seite stehen, die derzeit auf Unterstützung angewiesen sind. Denn obwohl die Stadtverwaltung schon vor Wochen Mundschutze bestellt hat, werden weiterhin keine geliefert.

Viele Mitarbeiter*innen haben sich bereits an die Arbeit gemacht und so sind schon einige Masken im Büro Bürgermeister gesammelt wurden. Aber es werden noch weitere benötigt. Deshalb sind jetzt die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Leichlingen gefragt: Wer kann nach einer einfachen Nähanleitung Atemmasken aus Stoff herstellen? Als Material eignet sich am besten Baumwolle oder Leinenmaterial, mind. 60°C waschbar, also alte Bettlaken o.ä. bieten sich an. Die Stadt empfiehlt dabei die Nähanleitung der Stadt Essen, die im Internet oder bei der Stadtverwaltung erhältlich ist. Alle freiwilligen Näher*innen können sich im Büro Bürgermeister unter 02175/992-666 oder unter corona(at)leichlingen.de melden. Wenn kein Stoff, sondern nur Nähkenntnisse vorhanden sind, melden Sie sich trotzdem, die Stadt versucht dann Ihnen die Stoffe zu vermitteln.

Denn wer sich nicht zutraut, Masken zu nähen, aber noch alte Baumwollstoffe zu Hause hat, kann sich ebenfalls im Büro Bürgermeister melden. Die Mitarbeiter*innen teilen Ihnen dann mit, ob noch Stoff gebraucht wird, und wie eine Übergabe stattfinden kann.

Suche starten