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Klimawandel macht den Bäumen zu schaffen. Verwaltung startet im Februar mit zahlreichen Neupflanzungen

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Die heißen Sommer der letzten Jahre haben den Bäumen in unserer Stadt massiv geschadet. Durch Hitze und Trockenheit sind sie anfällig für den Befall verschiedenster Schädlinge, Pilze und Krankheiten. Das macht der Grünflächenabteilung des städtischen Bauhofes zu schaffen.
Deshalb kommt es zurzeit hier und da zu einigen Fällungen von Bäumen im Stadtgebiet. Betroffen sind zum einen die rosablühenden Nelkenkirschen (Prunus serrulata „Kanzan“) und die rot blühenden Rotdorne (Crataegus laevigata „Paul´s Scarlet). Aber auch Ahorne, Eichen, Eschen, Kastanien, Linden, Platanen und Robinien sind häufig durch Krankheiten geschwächt und haben nicht mehr eine ausreichende Standsicherheit.

Als Eigentümerin der Straßen-, Park- und Alleebäume ist die Stadt Leichlingen verkehrssicherungspflichtig. In regelmäßigen Abständen wird durch interne und externe Fachkräfte nach den Richtlinien der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau (FLL) die Verkehrssicherheit kontrolliert. Wird dort eine Gefahr für die Verkehrssicherheit festgestellt, so wird in einem angemessenem Zeitraum reagiert. Im Einzelnen kann dies das Entfernen von Totholz aus Baumkronen, stabilisieren von bruchgefährdeten Kronenteilen mittels Kronensicherung oder der Rückschnitt von kleineren Ästen zum Erhalt des Lichtraumprofiles an Straßen und Radwegen sein.

Leider kommt es durch den Klimawandel immer häufiger vor, dass Bäume verstärkt gefällt werden müssen, da sie durch verschiedenste Stressfaktoren erkranken und meist Ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Die alten Pflanzguben waren zu klein und nicht mit ausreichend durchwurzelbarem Substrat hergestellt. Trockenheit, Streusalzeintrag, Hundeurin, Vandalismus, Wurzelschäden durch Baustellen und extreme Bodenverdichtung im Stammumfeld machen den Bäumen zu schaffen. Außerdem bereiten den Fachleuten die eingeschleppten Krankheiten wie die Rußrindenkrankheit, der Eichenprozessionsspinner oder der asiatische Laubbockkäfer große Sorge. All diese Faktoren führen zu Schwächungen und Schäden am bestehenden Baumbestand.

Manchmal haben Bäume aber auch ihr Lebensende erreicht, wie die veredelten japanischen Nelkenkirschen im Alten Stadtpark. Nach und nach wurden bei Kontrollen holzzersetzende Pilze, wie Hallimasch oder Lackporlinge festgestellt. Auch Fäulnis im Stammbereich, starke Höhlungen oder großflächiger Rindenverlust waren Gründe für eine eingehende Untersuchung.

Auf dem Bauhof lagern schadhafte Baumteile, die interessierten Bürger*innen als Anschauungsmaterial zur Verfügung gestellt werden.

Mitte Februar wird die Grünflächenabteilung des städtischen Bauhofes mit entsprechenden Neupflanzungen im Stadtgebiet beginnen. Hier werden nicht nur blühende Klimabäume zum Einsatz kommen, sondern auch resistente einheimische Sorten.

Ein entsprechender Bericht zu Standorten und Sorten folgt.

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