FAQs Lolli-PCR-Pooltestungen Leichlingen

Die Stadt Leichlingen hat sich gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten des Rheinisch-Bergischen Kreises dazu entschlossen, die Pooltestungen anstatt der Einzeltestungen einzuführen. Das Jugendamt erhofft sich davon mehr Sicherheit für alle Akteur*innen und Besucher*innen rund um die Tagesbetreuung für Kinder. Alle kreisangehörigen Städte haben sich gemeinschaftlich für die Variante Pooltestung ohne Rückstellprobe entschieden. Die Stadt Leichlingen hat entsprechend einen Vertrag mit dem Labor Zotz geschlossen, der bei einem positiven Pooltestergebnis die PCR-Einzeltestauswertung beinhaltet. Dieses Vorgehen wurde vertraglich vom Labor zugesichert, daher geht das Jugendamt zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass diese wie vertraglich vereinbart durchgeführt werden.

Kommunen, die schon zu einem früheren Zeitpunkt mit den Pooltestungen gestartet sind, haben nach einer kurzen Anlaufphase bereits positive Erfahrungen mit den Pooltests gemacht. Für die Mitarbeiter*innen des Jugendamtes der Stadt Leichlingen ist die Umstellung auf die Pooltests (wie so vieles im Umgang mit Corona) neu, sie bitten daher um ein wenig Geduld und den Atem, das neue System wirken und sich etablieren zu lassen.

Sollte es bis zur Etablierung des Systems bei einem vorherigen positiven Poolergebnis zu einer zeitlichen Verzögerung der Einzelauswertung kommen, besteht für die Eltern die Möglichkeit, mit ihrem Kind einen kostenlosen Bürgertest durchzuführen. Sollte hier ein negatives Testergebnis vorliegen, können die Eltern ihr Kind in die Einrichtung bringen. Gleiches gilt für die Mitarbeitenden der Einrichtung, sowie die Kinder, die generell nicht an der Pool-Testung teilnehmen.

 

Nachfolgend hat das Jugendamt ein FAQ zusammengestellt und hofft, dass hiermit alle wichtigen Fragen beantworten werden:

1. Müssen Mitarbeitende eine Einwilligungserklärung für die Testungen unterschreiben?

Sofern Mitarbeitende an den Testungen teilnehmen, ist von den jeweiligen Einrichtungen intern zu entscheiden, ob sie sich von ihren Mitarbeitenden eine Einwilligungserklärung geben lassen, dass diese an den Testungen teilnehmen werden oder ob die Teilnahme an der Testung als verbindliche Einwilligungserklärung gewertet wird. Einen Vordruck für die Erklärungen der Mitarbeiterenden gibt es nicht.

 

2. Sind Mitarbeitende verpflichtet, an den Lolli-PCR-Pooltestungen teilzunehmen?

Eine Verpflichtung besteht nicht. Aus Sicht des Infektionsschutzes und der Eindämmung des Pandemiegeschehens wird die Teilnahme der Mitarbeitenden an den Testungen jedoch ausdrücklich befürwortet. So besteht die Chance, dass auch bei den Mitarbeitenden eine Infektion frühzeitig erkannt werden kann. Dies bedeutet auch, dass Mitarbeitende, wenn der ihnen zugeordnete Pool ein positives Ergebnis aufweist, bis zur Vorlage eines negativen Einzel-PCR-Tests nicht eingesetzt werden; anderseits werden aber auch die diesem Pool zugeordneten Kinder nicht in Betreuung sein.

 

3. Wer stellt Arbeitgeberbescheinigungen für Eltern aus, die wegen eines positiven Pooltestes für einen Tag zuhause bleiben müssen?

Eine standardmäßige Bescheinigung für den/die Arbeitgeber*in muss nicht ausgefüllt werden. Maßgebend, dass die Kinder nicht betreut werden dürfen, ist § 4 Abs. 3 Coronabetreuungsverordnung in Verbindung mit § 13 Corona-Test-und Quarantäneverordnung. Sofern Arbeitgeber*innen einen Nachweis verlangen, sollten die Eltern zunächst die Info der Einrichtung über den positiven Pool vorlegen und auf diese Verordnungen verweisen. Bei Bedarf kann auf Anfrage ebenso die Musterbescheinigung zur Beantragung von Kinderkrankengeld ausgefüllt werden

https://www.bmfsfj.de/resource/blob/165074/e490eea648817db7d66f63fcc250 cf0a/20210120-musterbescheinigung-data.pdf

 

4. Was ist mit Kindern, die am Tag des Pooltests nicht in der Kita waren? Müssen diese Kinder am nächsten Tag einen Schnelltestnachweis vorlegen?

Es besteht weiterhin keine generelle Testpflicht. Jedes Kind darf grundsätzlich ohne Test die Kita besuchen. Eine Verpflichtung zur Vorlage eines PCR-Testergebnisses besteht nur im Fall eines positiven Pools. Dennoch wäre die Durchführung eines Selbsttests natürlich wünschenswert. 

 

5. Was ist mit den Kindern, die am Tag des Pooltests fehlten, der Pooltest aber positiv ist. Müssen die dann auch an der Einzel-PCR Testung teilnehmen?

Alle Kinder, die der Betreuungsgruppe des positiven Pools angehören, müssen einen Einzel-PCR-Test machen. Unabhängig davon, ob sie an dem betroffenen Tag in der Kita waren. Nur wenn die Kinder über einen Zeitraum von mehr als 10 Tagen vor dem positiven Pool-Testergebnis nicht in der Kita waren, ist kein Einzel-PCR-Test erforderlich. (Der Zeitraum von 10 Tagen orientiert sich an der derzeit gültigen Corona Schutz- und Quarantäneverordnung).

 

6. Was ist, wenn die Eltern die Einzel-PCR Tests am Folgetag (nach einem positiven Testergebnis) NICHT in der Kita abgeben?

Dann darf das Kind die Kita für die Dauer von 10 Tagen oder bis zur Vorlage eines negativen Einzel-PCR-Testergebnisses nicht besuchen. 

 

7. Was ist, wenn Eltern kein Einverständnis geben und die Kinder nicht mit getestet werden?

Diese Kinder müssen bei einem positiven Poolergebnis ihrer Kitagruppe, entweder 10 Tage zu Hause bleiben oder eigenständig einen (und ggf. selbst bezahlten) negativen PCR-Testnachweis vorlegen. 

 

8. Was ist mit Kindern, bei denen eine Einverständniserklärung vorliegt, deren Eltern die Kinder aber grundsätzlich zu spät in die Kita bringen, so dass sie den Lolli Test damit umgehen?

Siehe Frage 4 und 5. Es besteht keine generelle Testpflicht. Sofern der Pool der Betreuungsgruppe positiv ist, müssen diese Kinder einen Einzel-PCR-Test nachweisen. 

 

9. Was ist zu tun, wenn Kinder sich nicht testen lassen möchten?

Kein Kind kann gezwungen werden. Wenn der Pool der Gruppe des Kindes jedoch positiv ist, kann das Kind erst nach Ablauf von 10 Tagen wieder in die Kita, es sei denn, es wird vorher ein negativer PCR-Test vorgelegt.

 

10. Müssen Kinder, die aufgrund einer gerade überstandenen Corona-Infektion nicht am Pooltest teilnehmen können, einen Schnelltestnachweis vorlegen oder reicht wie bisher die Testung zu Hause?

Es besteht keine Testpflicht, sodass auch für die Zeit, in der die Teilnahme an den Lolli-PCR-Pool-Testungen untersagt ist, kein Schnelltestnachweis erfolgen muss.

 

11. Müssen diese Kinder bei einem positiven Pooltest zu Hause bleiben?

Für die Zeit, in der die Kinder nicht an den Lolli-PCR-Pool-Testungen teilnehmen dürfen (8 Wochen nach Rückkehr aus der Isolation), müssen diese Kinder bei einem positiven Pool auch nicht zuhause bleiben und keinen negativen Einzel-PCR-Test nachweisen. 

 

12. Dürfen die Mitarbeitenden den Kindern Hilfestellung leisten?

Ja.

 

13. Was ist mit Kindern, die seit dem 20.12.2021 geimpft werden können? Müssen diese Kinder mit Impfung auch in Quarantäne?

Sofern ein positives Pooltestergebnis vorliegt, werden sie wie alle anderen behandelt und müssen an den Einzel-PCR-Testungen teilnehmen oder dürfen für 10 Tage die Betreuung nicht besuchen.

 

14. Müssen die Mitarbeitenden die U3 Kinder testen?

Da es für kleinere Kinder oder auch Kinder mit (drohender) Behinderung schwierig sein kann, können die Eltern gebeten werden, den Test vor Ort durchzuführen.

 

15. Bekommt man ebenfalls eine Rückmeldung, wenn alle negativ sind?

Ja.

 

16. Dürfen (teil-)offene Konzepte weiterhin durchgeführt werden?

Es geht bei dem Test nicht um Nachverfolgbarkeit, sondern darum, möglichst schnell positive Fälle zu erkennen. Daher ist die Zuordnung zu einem Pool nicht automatisch verbunden mit einem festen Gruppensetting. Es ist allen bewusst, dass Kinder der unterschiedlichen Pools sich tagsüber mischen. Aber durch die Testungen werden die positiven Fälle sehr schnell erkannt. Wichtig ist zu wissen, wer in welchem Pool erfasst ist.

 

17. Was geschieht, wenn die Eltern das Kind von der Testung abmelden wollen?

Das ist möglich. Bei einem positiven Pool geht das Kind dann für 10 Tage nicht in die Kita oder die Eltern legen eigenständig einen negativen PCR-Testnachweis des Kindes vor.

 

18. Wie ist mit Geschwisterkindern im Fall eines positiven Pools umzugehen?

Das Kind, das dem positiven Pool angehört, ist bis zum Vorliegen eines negativen Einzel-PCR-Testergebnisses von der Betreuung ausgeschlossen. Das Geschwisterkind, das in einer anderen Gruppe betreut wird und an einer Pool-Testung mit negativen Poolergebnis teilgenommen hat, darf in die Betreuung kommen, da dieses Kind am Testtag nachweislich negativ war. Die Einrichtungen dürfen die Eltern aber natürlich bitten, alle Kinder nach Möglichkeit zuhause zu betreuen bis klar ist, ob das Geschwisterkind aus dem positiven Pool negativ ist.

 

19. Essensgeld

Bezüglich der Kosten für das Essensgeld entscheidet der jeweilige Träger der Einrichtung.

 

20. Elternbeitrag

Die Elternbeiträge werden normal und unabhängig von Schließ- oder Quarantänezeiten erhoben.