Aktuelles zum Thema Corona

Leichlingens Einzelhandel und Gastronomie – auch während des Lockdowns einen Besuch wert

Stand: 06.01.2021

„Die Blütenstadt Leichlingen und das Höhendorf Witzhelden überzeugen die Einwohner*innen und Besucher*innen durch die gut sortierte und große Anzahl an langjährig bestehenden, inhabergeführten Geschäften, bei denen der persönliche Service noch großgeschrieben wird,“ meint Myrjam Passing, Wirtschaftsförderin der Stadt Leichlingen. Von außerhalb kommende Kund*innen schätzen auch aufgrund der guten fußläufigen Erreichbarkeit die besondere Einkaufsatmosphäre in der Stadt.

Auch wenn aktuell das in den Ladenlokalen gerne ausgiebig zelebrierte Shoppingerlebnis nicht möglich ist, kann dennoch ein allseits beliebter und derzeit doch Corona-konform durchführbarer Schaufensterbummel das Herz höherschlagen lassen und zu mancher Kaufentscheidung führen.

Die Leichlinger Händler*innen nutzen die Erfahrungen des ersten Lockdowns im Frühjahr und entwickelten ihre kontaktlosen Abhol- und Lieferdienste weiter. Ob mit kleinen Schildern und der Präsentation verschiedener, telefonisch bestellbarer Produkte im Schaufenster, über einen eigenen Onlineshop oder die von einem Leichlinger Einwohner im Frühling spontan entwickelte Plattform „Regioheld“, die Bestellmöglichkeiten sind vielseitig und auch digital möglich. Eine Vielzahl von Händler*innen sind auch während der verordneten Schließung in ihren Lokalen, um über verschiedene Informations- und Beratungskanäle den Kund*innen die bestmögliche Beratung zu bieten und die Ware zeitnah zur Abholung oder Lieferung zur Verfügung zu stellen. Durch die Kaufentscheidung wird ein wertvoller Beitrag zur Unterstützung des lokalen Einzelhandels geleistet.

Auch die seit Anfang November für das persönliche Vor-Ort-Genusserlebnis geschlossene Gastronomie bietet mit ihrem breiten Spektrum an Abhol- und Liefergerichten für jeden Geschmack die beste Variante. Dabei kann das Fernweh aufgrund der derzeit nicht durchführbaren Reisen durch den Genuss von Spezialitäten aus nahen und fernen Ländern sowie auch heimischen Gerichten ein wenig gelindert werden.

Die Koordinierung der Abhol- und Lieferangebote der Gastronomie und Händler*innen erfolgt über das „Einkaufen-in-Leichlingen“- Onlineportal, welches vom Wirtschaftsförderungsverein Leichlingen e.V. betreut wird. Dort sind die Abholzeiten sowie Kontaktdaten der Betriebe hinterlegt. Vereinzelt sind Geschäfte nicht vorzufinden, aber weisen an den Schaufenstern ihrer Geschäfte explizit auf ihr Abhol- und Lieferangebot hin. Ein Bummel durch die Stadt lohnt sich also auch weiterhin.

In den nächsten Wochen wird Myrjam Passing zusammen mit Bürgermeister Frank Steffes Betriebe des Einzelhandels und der Gastronomie besuchen, um den öffentlichen Fokus auf besondere Betriebe und Lokale zu richten und sich persönlich vor Ort über die derzeitigen Herausforderungen auszutauschen.

Geschäftstreibende, die besucht werden möchten, können sich unter myrjam.passing(at)leichlingen.de oder telefonisch unter 02175/992-356 melden.

Es geht jetzt darum, zusammen diese Pandemie gesund durchzustehen und unsere Innenstadt und Witzhelden lebendig und attraktiv zu halten.

Verlängerung der Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen sowie Solo-Selbstständige bis 30.06.2021

Stand: 15.10.2020

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Mitte Oktober gestellt werden. Wichtig: Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) mussten spätestens bis zum 9. Oktober 2020 gestellt werden. Es ist nicht möglich, nach dem 9. Oktober 2020 rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Ab sofort können sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren und für Unternehmen Anträge auf Überbrückungshilfe des Bundes sowie die NRW Überbrückungshilfe Plus einreichen. Sie finden dort auch häufig gestellte Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe des Bundes.

Ziel: Sicherung der wirtschaftlichen Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Solo-Selbstständigen, die durch Corona-bedingte vollständige oder teilweise Schließungen oder Auflagen erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

Antragsberechtigte:Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten.
Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind ebenfalls antragsberechtigt.
Eine Einstellung der Geschäftstätigkeit vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona-Krise wird angenommen, wenn der Umsatz bspw. in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 Prozent gegenüber April und Mai 2019eingebrochen ist.

Antragsfrist: Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31. Dezember 2020 (Phase 2).

Fördersumme: Die maximale Förderung beträgt 50.000 € pro Monat für maximal drei Monate.
Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate,
bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate.

 

Land setzt Verbesserungen bei der Abrechnung der NRW-Soforthilfe durch und nimmt das Rückmeldeverfahren zum Herbst wieder auf

Stand: 15.10.2020

Insgesamt wurden über die NRW-Soforthilfe 4,5 Milliarden Euro Zuschüsse ausgezahlt. Mit dem Ende des Antragszeitraums Anfang Juli hat das Land gemäß den Bundesvorgaben das angekündigte Abrechnungsverfahren gestartet und bislang rund 100.000 Hilfeempfänger um Rückmeldung ihres tatsächlichen Liquiditätsengpasses gebeten. Dabei haben sich einige der Abrechnungsvorgaben des Bundes als problematisch für die Unternehmen erwiesen.
 
Diese Punkte hatte Nordrhein-Westfalen daher dem Bund mitgeteilt und das Rückmeldeverfahren Mitte Juli zunächst angehalten. Nach den nun erzielten Verbesserungen wird das Rückmeldeverfahren noch vor den Herbstferien wieder aufgenommen. Die Rückmelde-Frist ist einheitlich auf den 30. November 2020 verlängert. Eventuelle Rückzahlungen auf das in der E-Mail angegebene Konto der zuständigen Bezirksregierung müssen bis zum 31. März 2021 erfolgen.

Die Verbesserungen im Überblick:

  • Personalkosten sind von den Einnahmen absetzbar: Der Bund sah die Personalkosten mit dem Kurzarbeitergeld ausreichend abgedeckt. Durch die Lockerungen konnten viele Betriebe aber im Mai und Juni wieder öffnen. Dadurch ergaben sich in der Abrechnung Liquiditätsüberschüsse, da zwar Umsätze erzielt wurden, Personalkosten aber nicht berücksichtigt werden konnten. Künftig werden daher die Einnahmen um solche Personalkosten bereinigt, die zur Erzielung dieser Einnahmen notwendig waren und die nicht durch andere Maßnahmen (etwa das Kurzarbeitergeld) gedeckt wurden. 
     
  • Gestundete Zahlungen, wie beispielsweise Miet-, Pacht- oder Leasingraten, die innerhalb des Förderzeitraums angefallen wären, können nun ebenfalls angerechnet werden. Damit werden Unternehmen nicht benachteiligt, die sich in eigener Initiative um Zahlungsstundungen bemüht haben.
     
  • Mehr Flexibilität beim Zuflussprinzip: Bisher wurden alle tatsächlichen Zahlungseingänge im Förderzeitraum berücksichtigt, auch wenn ihnen eine Leistung vorausging, die vor der Corona-Zeit erbracht wurde. Dadurch wurden viele Unternehmen, z. B. im Handwerk oder Messebau, die auf Rechnung und mit Zahlungszielen arbeiten, benachteiligt. Die Unternehmen erhalten nun die Option, bei Einnahmen innerhalb des Förderzeitraums auf den Zeitpunkt der Leistungserbringung abzustellen.
     
  • Hohe einmalige Zahlungseingänge im Förderzeitraum, die sich auf ein ganzes zurückliegendes Jahr beziehen, können nun anteilig angesetzt werden. Das betrifft etwa GEMA-Zahlungen für Künstlerinnen und Künstler oder Zahlungen der VG-Wort für Journalistinnen und Journalisten. 

Fragen zum Verfahren können an die Mitarbeiter der Hotline unter 0211-7956 4995 gestellt werden. Mehr Infos auf der Seite des Wirtschaftsministeriums.

#gemeinsamanpacken - Neues Beratungsangebot der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW)

Stand: 15.10.2020

#gemeinsamanpacken

Damit der Funke wieder zündet, macht die RBW ein weitergehendes Unterstützungsangebot zur akuten Krisenbewältigung und strategischen Krisenprävention für Unternehmen und Selbstständige im Rheinisch-Bergischen Kreis!

Es gibt zwei Wege, wie wir Ihnen helfen können:

Unter dem Slogan „Wir unterstützen Unternehmen in der Krise“ packen wir zusammen Ihre individuellen wirtschaftlichen Herausforderungen an, denen Sie in der Krise gegenüberstehen. Wir wollen Ihnen in dieser Krise bestmöglich helfen. Wir arbeiten mit Ihnen auch daran, dass Sie für die Zukunft erfolgreich aufgestellt sind.

Unter dem Slogan "Unternehmen zukunftssicher aufstellen - Wandel gestalten" bieten wir Ihnen Hilfe in einzelnen  Fragen zu den strategischen Themen Finanzen,  Fördermittel,  Kommunikation, Fachkräfte, Neues Denken und Digitalisierung. 

So gehen wir gemeinsam mit Ihnen vor, wenn Sie eine ganzheitliche Beratung in der Krise benötigen:

  1. Wir starten
    Bitte beantworten Sie zehn Fragen in zwei Minuten über dieses Online-Tool! Durch die Beantwortung der Fragen bekommen wir einen ersten Einblick. Danach nehmen wir Kontakt zu Ihnen auf und vereinbaren einen Online-Termin!
     
  2. Wir analysieren gemeinsam Ihre Situation 
    Dazu treffen wir uns online. Wir bringen zusammen mit Ihnen auf den Punkt, was es anzupacken gilt und wer Sie als „Task Force vor Ort“ gut unterstützen kann. Wir vereinbaren, wann dieser Termin stattfinden wird.
     
  3. Wir packen an mit der „Task Force vor Ort“
    Wir kommen zu Ihnen und arbeiten gemeinsam an Ihren unternehmerischen Herausforderungen. Wir stellen Fragen und bringen neue Perspektiven ein. Wir erarbeiten mit Ihnen erste Lösungen und eine Grundlage für kluge weitere Schritte, die auf Ihre wirtschaftliche Zukunft einzahlen. Nehmen Sie sich Zeit. Bei Bedarf binden wir hier, mit Ihrer Zustimmung, fachliche Experten ein.
     
  4. Wir helfen bei Ihrem Zukunftsplan
    Wir helfen Ihnen noch einen Schritt weiter, z. B. bei der Nutzung möglicher Förderprogramme bzw. geförderter Beratungsleistungen. Bei Bedarf unterstützen wir Sie bei der Suche nach passenden Beratern oder Kooperationspartnern.

Dies sind unsere Themen, wenn Sie die Zukunft Ihres Unternehmens sichern und den Wandel gestalten möchten:

  • Finanzen: Umsatzrückgang & Kostendruck. Wie soll es weitergehen? Wo fange ich an?
    Unser Service: Nutzen Sie die kaufmännische Unterstützung in finanziell schwierigen Situationen durch die RBW.  
     
  • Fördermittel: Stehen demnächst Investitionen bei Ihnen an? Werden Sie in F&E, Know-how, neue Strukturen oder die Mitarbeiter investieren? Können Sie Fördermittel dafür beantragen?
    Unser Service : In der Fördermittelberatung klären wir mögliche staatliche Förderungen für Ihr Unternehmen.
     
  • Kommunikation: Wie kommunizieren in der Krise? Wie nehme ich meine Mitarbeiter durch gute Kommunikation mit? Wie gehe ich neue Wege durch Online-Kommunikation? 
    Unser Service:  Wir bieten Ihnen ein Netzwerk von Experten der Kommunikation sowie den Erfahrungsaustauch mit anderen Unternehmen. Schauen Sie doch schon mal in unseren Newsroom.
     
  • Fachkräfte: Führungskräfte stärken, Mitarbeiter motivieren und halten in Krisenzeiten. Wie bleibt mein Team gesund? Wie navigiere ich durch diese Krise?
    Unser Service:  Gehen Sie mit uns in den Online-Austausch zu thematischen Schwerpunkten.  Außerdem können Sie die kostenfreie Beratung durch das Berater-Netzwerk in Anspruch nehmen. Über beide Angebote finden Sie hier weitere Informationen oder besuchen Sie unsere Seite zur Fachkräftesicherung.
     
  • Neues Denken: Ist mein Geschäftsmodell zukunftssicher? Welche Alternativen sind denkbar? Was macht den attraktiven Arbeitgeber von morgen aus? Neue Arbeitswelten und Organisationen schaffen!
    Unser Service:  Wir denken mit Ihnen. Das Thema hat viele Facetten.  Darum empfehlen wir Ihnen die weiterführenden Informationen zu unserer Innovations- und Technologieförderung und möchten Sie einladen zu Neuem Denken. Alles weitere sollten wir im Gespräch angehen. 
     
  • Digitalisierung: Welche Prozesse können wir sinnvoll digitalisieren? Wie und wo soll ich beginnen? Wer kann helfen?
    Unser Service: Wir unterstützen Sie am besten mit einer individuellen Beratung. Zur Information vorab besuchen Sie unsere Seite zur Innovations- und Technologieförderung. Die Digitalisierung spielt hierbei immer eine Rolle! 

 

Wussten Sie schon..?

Gewerbeflächen und -immobilienbörse der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Um die Sichtbarkeit Ihrer Immobilie zu erhöhen und damit eine schnellere Neubelegung zu generieren, können Sie Ihr Angebot gerne auf der von der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft initiierten Gewerbeflächenbörse einstellen.

Städtische Wirtschaftsförderung – Immer für Sie da, nicht nur bei Corona

Stand: 19.05.2020

In den letzten Wochen hat sich die Tätigkeit der städtischen Wirtschaftsförderung stark verändert. Waren vorher u. a. eher Betriebsbesuche zur persönlichen Vorstellung, Bestandsbetreuung und Netzwerkveranstaltungen auf der Tagesordnung, steht derzeit die verstärkte Kommunikation mit den Einzelhändlern, Freiberuflern und Gewerbetreibenden zur Wissensvermittlung im Fokus. Auf Grund der sich stetig ändernden Regelungen steht die städtische Wirtschaftsförderung telefonisch, per Mail oder persönlich vor Ort für jegliche Fragen bereit und ermittelt in Kooperation mit anderen städtischen Abteilungen und durch Recherche Lösungswege für teils komplexe Fragestellungen. In den letzten acht Wochen stand an manchen Tagen das Telefon nicht mehr still. Um die bestmögliche Betreuung der lokalen Wirtschaft bieten zu können, werden täglich mehrfach die aktuellen Nachrichten und Meldungen der Bundes- und Landesregierung, der Kommune und der Medien auf Basis des anhaltend wechselnden Sachstandes gesichtet und verarbeitet. Die aktuellen Informationen werden im Bereich der Wirtschaftsförderung auf der städtischen Homepage bereitgestellt und an den Mailverteiler der stetig anwachsenden Unternehmensdatenbank, mit Bitte um Rückmeldung bei Bedarf, verschickt. Bei speziellen Fragestellungen, welche des Öfteren auch auf Grund der sich weiterentwickelnden Regelungen vorkommen, wird Rücksprache mit der entsprechenden städtischen Abteilung oder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rheinisch-Bergischen Kreises (RBW) gehalten. Zudem erfolgt alle ein bis zwei Wochen der Erfahrungsaustausch mit den Wirtschaftsförderungskollegen aus dem Kreis in einer Videokonferenz. Außerdem wird das Wissen durch spezifische Webinare in den weitgefächerten Themenfeldern der Wirtschaftsförderung erweitert.

In vielen persönlichen Gesprächen im gesamten Stadtgebiet, natürlich unter den gängigen Abstands- und Hygieneregelungen, fängt die Wirtschaftsförderin derzeit das Stimmungsbild der Einzelhändler und Gewerbetreibenden ein. Die Grundstimmung der Händler ist trotz der Einschränkungen und den damit einhergehenden Umsatzeinbußen durchweg optimistisch, auch wenn vereinzelt die Gesamtsituation und der Ausblick auf die nächsten Monate eher mit gemischten Gefühlen oder gänzlich negativ betrachtet werden. Die größeren Unternehmen der Stadt kämpfen mit teils massiven Auftragseinbrüchen und damit einhergehenden Umsatzrückgängen, verbunden mit partieller Kurzarbeit.

Den von der Landesregierung verordneten Shutdown verbrachten z. B. die Händler sehr unterschiedlich. Während manche erst einmal abwarteten, wie sich die Lage entwickelt und zum Teil eine Verschnaufpause einlegten, starteten viele mit selbstorganisierten Abhol- und Lieferdienstleistungen durch. Einige Händler berichteten, dass sie während der Schließung viel mehr zu tun hatten als vorher. Die Koordinierung der Abhol- und Lieferangebote erfolgt über die „Einkaufen-in-Leichlingen“- Homepage. Weitere Akteure setzen auf den eigenen Onlineshop als zweites Standbein und bauen den Vertrieb ihrer Ware so aus. Auch die von einem Leichlinger Einwohner spontan entwickelte Regioheld-Plattform für einen niederschwelligen Onlineshopaufbau für den Einzelhandel als Instrument zur Aufmerksamkeitssteigerung und Vertriebsmöglichkeit wurde gut angenommen. Die lokale Wirtschaft berichtet sehr positiv über den Rückhalt innerhalb der Bevölkerung. Die Unterstützung des Einzelhandels und der Gastronomie in dieser schwierigen Zeit ist wirklich bemerkenswert. Viele Stamm- und zahlreiche Neukunden ließen sich über unterschiedlichen Kanälen über die Angebote der Händler informieren und zeigten auch durch viel Zuspruch ihre Solidarität.

Seit der Wiederöffnung des Einzelhandels am 20.04.2020 konnte in zahlreichen persönlichen Gesprächen erörtert werden, wobei die Händler und Gewerbetreibenden Hilfe von Seiten der Wirtschaftsförderung benötigen.

Fragen kamen vor allem über die Auslegung und Umsetzung der gängigen Regelungen auf Grundlage des sich stetig aktualisierenden Coronaschutzverordnungserlasses auf.

Durch die verordnete Schließung verzeichneten die Händler massive Umsatzeinbußen. Auch die Dienstleistungsbetriebe, welche geöffnet haben durften, hatten Auftragseinbrüche, da die Bevölkerung z. B. Handwerker nicht mehr in ihre Räumlichkeiten lassen wollte. Auf Grund dessen wurde abgefragt, ob die NRW-Soforthilfe in Anspruch genommen wurde und wie der Ablauf dabei war. Bei ca. 90% der Befragten erfolgte die Ausstellung des positiven Zuwendungsbescheides innerhalb weniger Tage nach Beantragung. Die Auszahlung ließ im Schnitt zwei Wochen auf sich warten. Vereinzelt verursachten technische Probleme Mehrfachbeantragungen und damit verbunden auch negative Bescheide oder dass die Auszahlung selbst nach mehreren Wochen nicht ausgeführt wurde. Für diese Fälle wurde eine spezielle Emailadresse der Bezirksregierung sowie die Telefonnummern der Beratungshotlines der Industrie- und Handelskammer Köln bzw. der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land zur Verfügung gestellt. Große Unsicherheit herrscht vor allem auch wegen der Konditionen dieser Soforthilfe. Viele Freiberufler und Soloselbstständige erkundigten sich auch in der telefonischen Beratung darüber. Mittlerweile sind die Konditionen insoweit geändert, dass 2.000 € der Soforthilfe für den persönlichen Lebensunterhalt für die Monate April und Mai verwendet werden dürfen.

Die Wirtschaftsförderin klärt auch über die derzeitigen Steuererleichterungen und Stundungsmöglichkeiten auf. Ein positives Signal für die Einzelhändler ist der von der Kommune vor kurzem beschlossene Erlass der Sondernutzungsgebühr für den Außenbereich bis Ende des Jahres. Weiter wurden Tipps im Bereich des Marketings, wie der Optimierung der Innen- und Außendarstellung des Geschäftes, der Positionierung in den sozialen Netzwerken sowie der Betriebs- und Prozessoptimierung gegeben.

In den Gesprächen mit einigen handwerklichen Dienstleistungsbetrieben zeichnet sich derzeit wieder eine stabilere Auftragslage ab. Am Anfang des Shutdowns waren die Kunden eher zurückhaltend. Doch mittlerweile haben die Gewerbebetriebe u.a. aus dem Bereich des Küchenbaus, Sanitärbereiches und Raumausstattung volle Auftragsbücher. Durch den verordneten Rückzug ins Private in den letzten Wochen wollen viele Bürger ihre Wohnungen und Häuser umgestalten oder lang herausgeschobene Renovierungsarbeiten nachholen. Die Betriebe sind optimistisch, dass die Auftragslage weiterhin gut bleibt.

Ein Großteil der lokalen Wirtschaft verspürt starke Umsatzeinbußen von über 30 bis 50 Prozent im Vergleich zu den Vormonaten bzw. im Vorjahr. Viele lehnen derzeit die Aufnahme von Kreditleistungen ab, da sie darin die Verschiebung einer Verschuldung auf einen späteren Zeitpunkt sehen, welche sie aus heutiger Sicht in der aktuellen Situation schwerer bewältigen können. Da die nächsten Monate auf Grund der nicht voraussehbaren Entwicklungen der Virus-Restriktionen unplanbar sind, setzen sich einige Betriebe und Händler eine Frist bis Ende des Jahres, ob sie so wie bisher weitermachen können. Andere nutzen die Zeit zur Effektivierung ihrer Arbeitsprozesse und Reduzierung ihrer Fixkosten.

Einige Unternehmen und Betriebe schickten ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit und hoffen auf den Erhalt der Arbeitsplätze durch Besserung der Auftragslage.

Trotz der schwierigen Lage wagen einige Einzelhändler den Neuanfang und starteten in den letzten Wochen ihr Geschäft bzw. planen aktuell die Eröffnung. Dabei steht die städtische Wirtschaftsförderung als Ansprechpartner und Behördenlotse zur effektiven Unterstützung zur Seite.
 

Die am meisten derzeit nachgefragten Themenkomplexe sind nach Einschätzung der Wirtschaftsförderung die Bereiche Finanzierung & Förderprogramme, Marketing & Kommunikation, Existenzsicherung und Organisation. Die Unterstützung von Seiten der städtischen Wirtschaftsförderung erfolgt dabei u.a. in der persönlichen Beratung, der Bereitstellung von aktuellen Informationen auf der städtischen Homepage und dem Versand von Informationsmails, der Kontaktvermittlung zu anderen Abteilungen oder den weiterführenden Institutionen.

Aussetzung der Sondernutzungsgebühren bis Ende des Jahres

Stand: 18.05.2020

Am vergangenen Mittwoch wurde entschieden, dass die Gastronomie sowie die Einzelhändler*innen bis Ende 2020 in Leichlingen keine Sondernutzungsgebühren zahlen müssen. Politik und Verwaltung wollen die kleinen in Leichlingen ansässigen Betriebe, die über mehrere Wochen erhebliche bzw. vollständige Umsatzausfälle hatten, mit Hilfe der Gebührenbefreiung unterstützen. Die gebührenfreien Sondernutzungen für öffentliche Flächen werden als wirtschaftsankurbelnde Maßnahme in der aktuellen Situation betrachtet, die letztendlich allen Bürger*innen zu Gute kommen soll.

Fragen und Antworten zu Corona auf der Seite der Landesregierung

Hier der Link zu einer umfangreichen Sammlung von Fragen und Antworten in diversen Bereichen, wie bspw. der Festlegung, welche speziellen Dienstleistungen geöffnet haben dürfen.

https://www.land.nrw/de/wichtige-fragen-und-antworten-zum-corona-virus

Finanzverwaltung unterstützt die von der Krise betroffenen Unternehmen bereits mit einer Reihe von steuerlichen Maßnahmen

Stand: 27.04.2020

Bund und Länder haben sich auf weitere Entlastungsmaßnahmen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen geeinigt. Unter anderem auf Initiative von Nordrhein-Westfalen wurde ein vereinfachtes Verfahren für einen vorgezogenen Verlustrücktrag beschlossen. Mit dieser Maßnahme soll die Unternehmensliquidität gerade für kleinere und mittelständische Unternehmen und Selbständige im Handel, in der Kultur oder im Gastronomiebereich kurzfristig verbessert werden.

Vorübergehend können absehbare rücktragsfähige Verluste des Jahres 2020 bereits jetzt in pauschalierter Form steuerlich berücksichtigt werden. Die bisher für Vorauszahlungszwecke für das Jahr 2019 angesetzten Einkünfte werden auf Antrag pauschal um 15 Prozent gemindert, sofern aus den jeweiligen Einkunftsquellen aufgrund der Corona-Pandemie mit laufenden Verlusten zu rechnen ist. Die bereits geleisteten Vorauszahlungen für 2019 werden auf dieser Basis neu berechnet, herabgesetzt und die entsprechenden Differenzbeträge nach einer Verrechnung mit etwaigen Steuerrückständen kurzfristig erstattet.

Die Details dazu entnehmen Sie bitte der Website des Bundesfinanzminsteriums.


Weitere Maßnahmen, welche auf Antrag bei Ihrem zuständigen Finanzamt bzw. Kommune möglich sind:

  • zinslose Steuerstundungen (Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuer)
  • Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer)
  • Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen
  • Fristverlängerungen zur Abgabe der Jahressteuererklärung
  • Fristverlängerungen für die Nachreichung von angeforderten Unterlagen und Belegen sowie
  • Antrag auf Erlass festgesetzter Verspätungszuschläge bei (rückwirkender) Fristverlängerung

Übersicht der wichtigsten Ansprechpartner

Hier informieren wir Sie über die wichtigsten Ansprechpartner der jeweiligen Kammern, Verbände und sonstigen Institutionen.


Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach

Telefon: 02204 9763-0
Telefax: 02204 9763-99

Homepage:www.rbw.de
https://www.rbw.de/corona-hilfen.aspx
Mail: info(at)rbw.de
https://www.facebook.com/RBWGmbH/


Industrie- und Handelskammer Köln

Die IHK Köln hat für betroffene Mitgliedsunternehmen Hotlines zu verschiedenen Themen eingerichtet:

Thema Liquiditäts- und Soforthilfen:
Telefon: 0221 - 1640 4444
Mail: service(at)koeln.ihk.de

Thema Kurzarbeit:
Telefon: 0221 - 1640 3333
Mail: kug-beratung(at)koeln.ihk.de

alle weiteren Corona-Aspekte:
Telefon: 0221 - 1640 1300

Weiteres auf https://www.ihk-koeln.de/coronavirus


Kreishandwerkerschaft Bergisches Land
Altenberger-Dom-Straße 200
51467 Bergisch Gladbach

Homepage: www.handwerk-direkt.de
Mail: info(at)handwerk-direkt.de

Telefon: 0 22 02 - 93 59 - 0
Telefax: 0 22 02 - 93 59 - 479

Zahlungserleichterungen von Abgabepflichtigen aufgrund der Corona-Virus-Pandemie

Die Stadt Leichlingen bietet den örtlich ansässigen Gewerbebetrieben bzw. gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen an, aufgrund der evtl. bereits bestehenden und auch der individuell zu erwartenden Zahlungsschwierigkeiten in Folge der Corona-Virus-Pandemie, Erleichterungen hinsichtlich Erfüllung der gewerblichen Steuerpflichten in Anspruch nehmen zu können.

Aufgrund der teilweise branchenbedingt sehr unterschiedlichen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf alle innerhalb der Stadt Leichlingen ansässigen bzw. hier steuerpflichtigen Gewerbebetriebe erfolgen Erleichterungen von der Steuerzahlungspflicht auf individuellen Antrag zur Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen für 2020. Dem Antrag sollte nachvollziehbar zu entnehmen sein, warum eine Senkung der Vorauszahlungen erforderlich ist.

Sofern es sich bei der individuellen, gewerblichen Situation um eine komplexere Steuersachverhaltsthematik handelt, empfiehlt die Stadt Leichlingen, direkt eine Änderung des Grundlagenbescheides beim zuständigen Finanzamt zu erwirken.

Sofern es in einer anderen von der Stadt Leichlingen erhobenen Abgabenart (z.B. Grundsteuer, Vergnügungssteuer, etc.) zu Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der Corona-Virus-Pandemie kommen sollte, besteht die Möglichkeit, einen entsprechenden Antrag auf Stundung der Abgabenzahlung, ebenfalls inklusive nachvollziehbarer Begründung, zu stellen.

Bei weiteren Fragen wenden sich Gewerbetreibende bitte frühzeitig an das Amt für Finanzmanagement/Kämmerei, Abteilung Steuern & Abgaben:

Telefon: 02175-992-149 bzw. 992-148
E-Mail: steueramt(at)leichlingen.de

In Vollstreckungsangelegenheiten, die aufgrund zusätzlich bedingter Zahlungsschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Corona-Virus-Pandemie ausgesetzt werden sollen, wenden sich Betroffene bitte an die Vollstreckungsabteilung der Stadt Leichlingen:

Telefon: 02175-992-194 bzw. 992-195 bzw. 992-144
E-Mail: vollstreckung(at)leichlingen.de


Für die vom Finanzamt erhobenen Steuern (z.B. Einkommens-, Körperschafts-, Umsatz-, Grunderwerbs-, Erbschaftssteuer) wenden sich Betroffene bitte unmittelbar an das dafür zuständige Finanzamt.

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