Die ersten Nischen im Kolumbarium stehen jetzt zur Verfügung


Das Wort Kolumbarium bedeutete ursprünglich Taubenschlag; die Anordnung der Fächer erinnert daran.

Einfach zu pflegende Grabstätten sind gefragt. Dazu gehören zunehmend Kolumbarien, wo Urnen in Nischen aufgestellt sind. Die Stadt Leichlingen hat auf diese gesellschaftliche Entwicklung reagiert und bietet seit Juni auf dem Waldfriedhof Am Kellerhansberg und in Witzhelden, Schulstraße, die Beisetzung von Urnen in einem Kolumbarium (Urnenwand) in Form von Kreuzstelen an.
Der Vorteil ist, dass diese Grabstellen nicht von den Hinterbliebenen gepflegt werden müssen. Pro Urnennische können zwei Urnen beigesetzt werden. Es besteht die Möglichkeit das Nutzungsrecht für diese Grabstellen auch schon vor Eintritt des Sterbefalls zu erwerben. Die Ruhefrist beträgt 20 Jahre und kann auf Antrag verlängert werden. Nach Ablauf der Ruhefrist erfolgt die Beisetzung in einem anonymen Urnengrab durch Mitarbeiter/innen der Friedhofsverwaltung.

Die Gebühren für eine solche Grabstelle kann man in der Friedhofsgebührensatzung der Stadt Leichlingen ersehen. Am Kellerhansberg stehen zurzeit 48 Urnen-Nischen zur Aufnahme von je zwei Urnen zur Verfügung; in Witzhelden sind zunächst 16 Nischen eingerichtet worden. Damit stehen allein am Kellerhansberg rund 100 Urnenplätze zur Verfügung. Beide Anlagen sind bei Bedarf erweiterbar.

Zurzeit ist der städtische Bauhof dabei, Staudenbeete, Wege und Grünflächen zu einem „Raum der Erinnerung“ neu anzulegen, damit der prominent im Blickfeld gelegene Ort einen würdigen Rahmen erhält. Bevor die Kolumbarien belegt werden konnten, musste das Amt eine neue Friedhofs- und Gebührensatzung erarbeiten. Diese wurde im März vom Rat der Stadt Leichlingen beschlossen und ist seit April in Kraft.

Wer weitere Fragen hat und sich informieren möchte, kann sich an die Friedhofsverwaltung unter der Rufnummer 02175/992-345, marcell.hoth@leichlingen.de, wenden.

Friedhofssatzung