Sehr geehrte Damen und Herren,

im Folgenden finden Sie eine Auflistung aktueller Förderprogramme, die insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von Interesse sein könnten. Der Fokus der hier aufgeführten Förderprogrammen liegt vor allem auf den Themenfeldern "Innovation" und "Digitalisierung".

Die hier aufgeführte Auswahl umfasst folgende Fördermittel:

1.) Mittelstand.innovativ! Innovationsgutschein

2.) Förderprogramm "go-digital"

3.) Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)


Falls Sie auf der Suche nach weiteren Fördermöglichkeiten auf EU-, Bundes- oder Landesebene sind, nutzen Sie die Förderdatenbank des Bundes.


Bei Fragen können Sie sich natürlich auch auf direktem Wege bei der Wirtschaftsförderung Leichlingen unter den angegebenen Kontaktdaten melden.

 

Mittelstand.innovativ! Innovationsgutschein

(Quelle: Projektträger Jülich, www.ptj.de/innovationsgutschein (2017))

 

Ziel und Gegenstand

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt im Rahmen des Programms „Mittelstand.innovativ!“ innovative mittelständische Unternehmen.

Mit Innovationsgutscheinen werden die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen auf allen Stufen der Wertschöpfungskette sowie wesentliche qualitative Verbesserungen bestehender Produkte und Dienstleistungen gefördert.

Innovationsgutscheine werden gewährt für:

 – externe wissenschaftliche Beratung im Vorfeld der Entwicklung eines innovativen Produkts, einer innovativen Dienstleistung oder einer Verfahrensinnovation oder zur Bearbeitung von arbeits- oder organisationsbezogenen Fragestellungen (Innovationsgutschein B), 

– externe umsetzungsorientierte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten, die darauf ausgerichtet sind, innovative Produkte, Produktionsverfahren und Dienstleistungen bis zur Marktreife auszugestalten (Innovationsgutschein F+E).

Ziel ist es, in den Unternehmen finanzielle Ressourcen für die Ideenentwicklung und Realisierung freizusetzen und damit ihr Innovationspotenzial besser zu erschließen und ihre Innovationskraft zu stärken.

 

Antragsberechtige

Kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen gemäß KMU-Defintion der EU mit Sitz in NRW.

 

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

Die Höhe der Förderung beträgt– bis zu 5.000 EUR für den Innovationsgutschein B und

 – bis zu 10.000 EUR für den Innovationsgutschein F+E, maximal jedoch 50%, bei kleinen Unternehmen 80% der förderfähigen Ausgaben.

Während der Programmlaufzeit kann jedes Unternehmen innerhalb von zwei Jahren je einen Innovationsgutschein B und F+E in Anspruch nehmen.

 

Weitere Informationen finden Sie bei dem "Projektträger Jülich" und auf der Förderdatenbank des Bundes.

 

Bei Fragen können Sie sich jederzeit auch an die Wirtschaftsförderung Leichlingen unter den angegebenen Kontaktdaten wenden.

 

Förderprogramm „go-digital“

(Quelle: Richtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) vom 6. Juli 2017, Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 17. Juli 2017, B2; Pressemitteilung des BMWi vom 6. Oktober 2017.)

Ziel und Gegenstand

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt die fachliche Beratung sowie Begleitung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks bei der Umsetzung von Maßnahmen zum Auf- bzw. Ausbau der IT-Systeme.


Gefördert werden Leistungen autorisierter Beratungsunternehmen in drei Modulen:

– IT-Sicherheit,
– Internet-Marketing und
– digitalisierte Geschäftsprozesse.


Die Beratungsleistung besteht aus

– einer grundsätzlich durchzuführenden Potenzialanalyse und Erstellung eines groben Realisierungskonzeptes sowie

–einer möglichen aufbauenden Konkretisierung und Umsetzung des Realisierungskonzepts.

Ziel ist es, KMU und Handwerk bei der Entwicklung und Realisierung von ganzheitlichen IT-Geschäftskonzepten und organisatorischen Maßnahmen in den genannten IKT-Kompetenzbereichen zu unterstützen.

Antragsberechtigte 

Antragsberechtigt sind autorisierte Beratungsunternehmen. Diese beantragen die Förderung für das begünstigte Unternehmen. In begründeten Ausnahmefällen kann in begrenztem Umfang die Hinzuziehung eines sachverständigen Dritten beantragt werden.

Begünstigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial und einer Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland, die weniger als 100 Mitarbeiter beschäftigen und einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Mio. EUR erwirtschaften.

 

Voraussetzungen

siehe unter "Weitere Informationen"

 

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Die Höhe der Förderung beträgt bis zu 50% der vorhabenbezogenen Ausgaben. Für einen Beratertag des Beratungsunternehmens oder sachverständigen Dritten sind Ausgaben bis maximal 1.100 EUR förderfähig.

Das begünstigte Unternehmen wählt ein Hauptmodul, welches mindestens 51% des Beratungsschwerpunkts bildet. Im Hauptmodul sind bis zu 20 Beratertage förderfähig, einschließlich


– bis zu vier Beratertage für die „Potenzialanalyse und Grobkonzeptionierung“,

– bis zu sechs Beratertage für sachverständige Dritte in der Umsetzungsphase sowie

– zwei Beratertage für IT-Sicherheit bei den Hauptmodulen „Digitale Markterschließung“ oder „Digitalisierte Geschäftsprozesse“.

Eine zusätzliche Beratungsleistung in einem oder in beiden Nebenmodulen kann mit insgesamt bis zu zehn Beratertagen erfolgen.

Die Dauer des Projekts sollte einen Zeitraum von sechs Monaten nicht überschreiten. Eine erneute Förderung kann ein Jahr nach Beendigung der Förderung beantragt werden.

 

Antragsverfahren

Interessierte Unternehmen wenden sich an ein Beratungsunternehmen, das zur Durchführung des Programms autorisiert ist. Die Anschriften der autorisierten Beratungsunternehmen können im Internet unter http://www.bmwi-go-digital.de abgerufen werden.

Interessierte Beratungsunternehmen können sich als Beratungsunternehmen autorisieren lassen (siehe Anlage). Nach erfolgter Autorisierung können die Beratungsunternehmen Projektanträge für KMU und Handwerksbetriebe stellen.

Auskünfte erteilt das

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Sachgebiet go-digital
Uhlandstraße 88–90
10717 Berlin
Tel. (0 61 96) 9 08-10 06
E-Mail: go-digital@bafa.bund.de
Internet: http://www.bafa.de.

Weiterführende Informationen sowie Antragsformulare finden Sie im Internet unter http://www.bmwi-go-digital.de.

 

Bei Fragen können Sie sich jederzeit auch an die Wirtschaftsförderung Leichlingen unter den angegebenen Kontaktdaten wenden.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

(Quelle: Förderdatenbank, www.foerderdatenbank.de (2017))

 

Ziel und Gegenstand

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) bildet das Basisprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) für die marktorientierte Technologieförderung der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Unterstützt werden kleine und mittelständische Unternehmen einschließlich des Handwerks und der Freien Berufe. Die Förderung erfolgt ohne thematische Einschränkung auf bestimmte Technologiefelder oder Branchen.

Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsprojekte (FuE-Projekte) in folgenden Projektformen:

– FuE-Einzelprojekte: einzelbetriebliche FuE-Projekte von Unternehmen,

– FuE-Kooperationsprojekte: Kooperationsprojekte mit mindestens zwei Unternehmen oder Kooperationsprojekte mit mindestens einem Unternehmen und mindestens einer Forschungseinrichtung,

– Kooperationsnetzwerke mit mindestens sechs Unternehmen, die sich als innovative Netzwerke zusammenschließen und durch ergänzende Leistungen einer Netzwerkmanagementeinrichtung unterstützt werden,

– Leistungen zur Markteinführung: Zusätzlich zu dem geförderten FuE-Projekt werden ergänzende Leistungen zur Markteinführung gefördert. Hierzu zählen Innovationsberatungsdienste sowie innovationsunterstützende Dienstleistungen.

Ziel ist es, die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen nachhaltig zu unterstützen, einen Beitrag für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zu leisten und damit zur Schaffung neuer zukunftsorientierter Arbeitsplätze beizutragen.

 

Antragsberechtigte

Antragsberechtigt sind
– kleine und mittlere Unternehmen gemäß KMU-Definition der EU sowie weitere mittelständische Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von unter 50 Mio. EUR mit Geschäftsbetrieb in Deutschland,

– bei FuE-Kooperationsprojekten zusätzlich auch nichtwirtschaftlich tätige deutsche Forschungseinrichtungen als Kooperationspartner eines Antrag stellenden Unternehmens,

– beim Management von Kooperationsnetzwerken: die von den beteiligten Unternehmen beauftragte Einrichtung,

– bei Leistungen zur Markteinführung: nur KMU gemäß KMU-Definition der EU, deren FuE-Projekt bewilligt wurde.

In Kooperationsprojekte und -netzwerke können zusätzlich auch nicht antragsberechtigte Unternehmen aus dem Inland sowie Partner aus dem Ausland einbezogen werden, diese erhalten jedoch keine Förderung des BMWi.

 

Voraussetzungen

FuE-Projekte können gefördert werden, wenn sie

– in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt werden,

– ohne Förderung nicht oder nur mit deutlichem Zeitverzug realisiert werden könnten,

– mit einem erheblichen technischen Risiko behaftet sind,

– bei der Projektbearbeitung die anerkannten Prinzipien und Regeln der einschlägigen Wissenschafts- und Technikdisziplinen (lege artis) berücksichtigen und die weiteren Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis einhalten sowie

– auf anspruchsvollem Innovationsniveau die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig erhöhen und damit neue Marktchancen eröffnen und Arbeitsplätze schaffen bzw. erhalten,

– auf neue Produkte, Verfahren oder technische Dienstleistungen abzielen, die die bisherigen Erzeugnisse des Unternehmens deutlich übertreffen und sich am internationalen Stand der Technik orientieren

 

Art und Höhe der Förderung

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses.

Die Höhe der Förderung beträgt:

– bei FuE-Projekten: in Abhängigkeit von Unternehmensgröße, Standort und Art des Vorhabens zwischen 25% und 50% der zuwendungsfähigen Kosten von max. 380.000 EUR je Projekt eines Unternehmens. Bei FuE-Kooperationsprojekten mit ausländischen Partnern kann der Fördersatz um 5% erhöht werden. Die Förderung von Forschungseinrichtungen beträgt bis zu 100% der zuwendungsfähigen Kosten, maximal 190.000 EUR je Projekt. Bei Kooperationsprojekten ist die Zuwendungshöhe für das Gesamtprojekt auf max. 2 Mio. EUR begrenzt.

– bei Kooperationsnetzwerken: im 1. Jahr bis zu 90%, im 2. Jahr 70%, im 3. Jahr 50% und ggf. im 4. Jahr 30% der zuwendungsfähigen Kosten. Insgesamt können Vorhaben mit bis zu 380.000 EUR gefördert werden, wobei auf die Phase 1 nicht mehr als 160.000 EUR entfallen dürfen.

– bei Leistungen zur Markteinführung: bis zu 50% der zuwendungsfähigen Kosten von maximal 50.000 EUR pro ZIM-gefördertem FuE-Projekt.

 

Hichsichtlich des Antragsverfahrens finden Sie hier (bitte klicken) weitere Informationen. Gerne können Sie sich auch bei Fragen bei der Wirtschaftsförderung Leichlingen melden.