
Erholungsgebiet Diepental
Ein bedeutendes Naherholungsgebiet unserer Region ist Diepental.
Rudern, Angeln, Schwimmen, Wandern, Camping, Minigolf und ein weitbekanntes Restaurant sind Magnete, die Erholungssuchende von nah und fern anziehen.
Aber welcher Besucher weiß, dass er sich auf historischem Boden befindet. In Diepental stand jahrhundertelang die Burg der Ritter von Diepental. Ihr Wappen zeigt eine Pilgermuschel, die darauf hinweist, dass ein Mitglied dieses Geschlechts an einem Kreuzzug teilgenommen hat. Erwähnt wird Diepental schon vor 1300. Die letzte Erbin von Diepental, Christine, heiratete 1580 den bergischen Fähnrich Heinrich von Katterbach. Beide waren die Stammeltern einer Sippschaft, die bis ins 19 Jahrhundert ihr Umfeld in Angst und Schrecken versetzte: Zank, Totschlag, Händel mit Nachbarn füllen die Akten der Gerichte. Der einstige stattliche Besitz zerrann. Der letzte Katterbach, ein gefürchteter Rauf- und Saufbold im Range eines Hofrats, starb 1802 87-jährig. Seine Nichte musste die Reste des überschuldeten Sitzes verkaufen.

Die Katterbachs genossen auch einen überregionalen (Ver)Ruf: Levin Schücking schrieb 1842 in Meersburg (vermutlich zusammen mit Annette von Droste-Hülshoff) den Roman „Das Stiftsfräulein“, auch erschienen unter dem Titel „Eine dunkle Tat“. Er schildert vor dem Hintergrund einer Kindestötung die trostlosen Zustände der Katterbachs zu Diepental
Heutige Besitzerin in Diepental ist die Familie Halbach, die es verstand, den Besitz wirtschaftlich auszunutzen. Sie erbaute in den Jahren von 1902 bis 1908 die Talsperre im Murbachtal, die die Grundmauern des Herrenhauses, das schon Anfang des 19. Jahrhunderts niedergelegt wurde, überdeckt und ein Elektrizitätswerk. In dem Halfenhause des Rittersitzes eröffnete sie in dieser Zeit eine Schankwirtschaft, die sich zu dem heute so bekannten Ausflugslokal und Restaurant entwickelte.
Kontakt:
Bootsverleih, Freibad, Fischerei und Minigolf
Gebr. Halbach
Diepental 88
Tel.:02171/30214