Der Außenbereich


Als Außenbereich im planungsrechtlichen Sinne werden Bereiche verstanden, die weder im Geltungsbereich eines Bebauungsplans (oder eines Vorhaben- und Erschließungsplanes) noch im unbeplanten Innenbereich liegen.


Der Außenbereich soll grundsätzlich von jeglicher Bebauung freigehalten werden, um diesen Bereich für die Erholung der Bevölkerung sowie die land- und forstwirtschaftliche Nutzung zu reservieren.

Das Bauplanungsrecht erlaubt im Außenbereich eine Bebauung nur, wenn das Vorhaben zu den sogenannten privilegierten Vorhaben rechnet, die wegen ihrer Zweckbestimmung dort errichtet werden müssen. Hierzu zählen in erster Linie land- und forstwirtschaftliche Betriebe, öffentliche Ver- und Entsorgungseinrichtungen und bestimmte gewerbliche Nutzungen, die besondere Anforderungen an die Umgebung stellen oder nachteilige Auswirkungen hervorrufen. Ferner dürfen in gesetzlich genau festgelegtem Umfang bestehende Gebäude im Außenbereich geändert oder erweitert werden. Voraussetzung jeder Bautätigkeit im Außenbereich ist jedoch, dass ein Vorhaben keine öffentliche Belange beeinträchtigt. Hierunter versteht das Baugesetzbuch:

• die Darstellungen des Flächennutzungsplanes, • die Darstellungen des Landschaftsplanes, • die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege, • die Belange der Denkmalpflege, • die Belange der Wasserwirtschaft, um nur einige zu nennen. Ferner muss bei der Realisierung von Baumaßnahmen im Außenbereich nach § 8 Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit §§ 4 bis 6 Landschaftsgesetz ein Ausgleich für die Inanspruchnahme bislang unbebauter Flächen geschaffen werden. Derartige Ausgleichsmaßnahmen werden zwischen Antragsteller und dem Amt für Bauordnung und Planung im Benehmen mit der unteren Landschaftsbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises vereinbart und in der Baugenehmigung festgesetzt.