Baugenehmigung


Das Amt für Bauordnung und Planung überprüft Ihren Bauantrag zunächst auf seine formelle Vollständigkeit. Sollten Unterlagen fehlen – leider ist dies allzu häufig der Fall – oder die eingereichten Unterlagen reichen nicht aus, so kann bis zur Vervollständigung des Antrags keine abschließende Bearbeitung erfolgen. Sind die Mängel erheblich, muss der Bauantrag – gebührenpflichtig – zurückgewiesen werden.


Sobald Ihr Bauantrag vollständig vorliegt, werden die Stellungnahmen verschiedener Dienststellen und Behörden eingeholt.
Im Baugenehmigungsverfahren ist des weiteren gegebenenfalls die Beteiligung der Angrenzer bzw. Nachbarn erforderlich, wenn zu erwarten ist, dass öffentlich-rechtlich geschützte nachbarliche Belange (z.B. Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes) berührt werden. Diese Beteiligung kann von Amts wegen erfolgen und nimmt in der Regel längere Zeit in Anspruch, da die Nachbarn oft Erläuterungsbedarf haben.
Die Zustimmung kann der Nachbar abgeben, wenn er die Lagepläne und Bauzeichnungen unterschreibt oder für eine erforderliche Abweichung schriftlich sein Einverständnis gibt. Es liegt auf der Hand, dass eine frühzeitige Kontaktaufnahme des Bauherrn mit dem Nachbarn und die Vorlage der Zustimmung bereits mit dem Bauantrag das Verfahren außerordentlich beschleunigen kann.

Wenn sämtliche Stellungnahmen vorliegen, fasst das Amt für Bauordnung und Planung diese mit der eigenen bauplanungs- und bauordnungsrechtlichen Prüfung zusammen und erteilt die Baugenehmigung. Eine Genehmigungsfrist von 6 Wochen gilt dann, wenn das Bauvorhaben im Geltungsbereich eines B-Plans liegt oder ein positiver Vorbescheid schon erteilt worden ist. Die Bearbeitungszeit beginnt jedoch erst mit der Vollständigkeit der Antragsunterlagen! Sofern Ihr Bauantrag vollständig vorliegt, die Erschließung gesichert ist und Ihr Bauvorhaben auch sonst keine besonderen Probleme aufwirft, können Sie mit einer kurzfristigen Bearbeitung rechnen. Mehr Bearbeitungszeit ist notwendig, wenn über Ausnahmen, Befreiungen und/oder Abweichungen von gesetzlichen Vorgaben oder Baulasten zu entscheiden ist und die Stellungnahmen externer Behörden erforderlich sind.