Außengestaltung


Lebensraum „Garten“

Ein Garten besteht nicht nur aus dem Nutzgarten, der frisches Obst und Gemüse liefert. Auch die restliche Fläche läßt sich naturnah gestalten und bietet neue Lebensräume für Tier und Pflanze.

Der Möglichkeiten gibt es viele – da müßte für jeden Garten doch etwas – oder auch mehr – dabeisein: Eine Hecke, eine Blumenwiese, ein Todholzhaufen, ein Baumstamm – der verrotten darf – , Fassadenbegrünung , ein Teich oder eine Trockenmauer. Dachbegrünungen tragen dazu bei, den Regenwasserabfluss zu verzögern. Durch eine Flachdachbegrünung lassen sich die Folgen der Bodenversiegelung teilweise ausgleichen. Die Ansiedlung spezieller Tierarten kann durch das Aufstellen von Nistkästen für Fledermäuse, Vögel oder Insekten gefördert werden.

Blüten- und Obsthecken

Der beste Schutz für einen Garten ist eine Hecke. Für Gärten, die genügend freie Fläche aufweisen, empfiehlt es sich, eine Wildstrauchhecke anzulegen und die Sträucher „im Verband“ zu pflanzen (mindestens zwei Reihen, wobei die Sträucher der zweiten Reihe jeweils „auf Lücke“ zur ersten Reihe gepflanzt werden).
Die „Heckenwahl“ sollte auf blühende und fruchtende Gehölze fallen, damit die Hecke das ganze Jahr über wertvolle Lebensräume für viele Tiere anbieten kann. Empfehlenswerte Gehölze sind Felsenbirnen, Mahonien, Berberitzen und Zierquitten. Sanddorn, Wildrosen und Schlehen sind weitere positive Beispiele, die allerdings wegen ihrer Wurzelausläufer sehr stark wuchern.

Fassadengrün

„Wer kennt sie nicht, die „grünen Pelze“, die langsam die Wände hochgehen? Sie unterbrechen langweilige, graue Fassaden und beleben monotone, nackte Häuserfronten. Sie beruhigen, laden ein, beleben und bringen mehr Farbe in die Stadt. Fassadengrün hat so viele Vorteile, dass es wenig erstaunlich ist, dass immer mehr Bürger dem Trend zu begrünten Häusern, Fassaden und Zäunen folgen. Es bietet Vögeln und Kleintieren einen Lebensraum und schützt das Mauerwerk vor Wind und Wetter. Durch Verdunstung und Kondensation von Wasser reduziert es Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. „Immer an der Wand entlang“ bindet Fassadengrün den Staub und hält ihn fest. Beeindruckend ist die Wärme, die von einer mit wildem Wein, Efeu oder Knöterich bewachsenen und geschützten Hauswand ausgeht. Die Pflanzenpolster an Wänden und Dächern wirken wärmedämmend, halten den Wind fern und verringern so den Wärmeverlust von Gebäuden.
Zahlreiche positive Beispiele sind auch in unserer Stadt anzutreffen...

Gartenteich

Ein besonders reizvolles Stück Natur ist das Leben in einem Teich. Ein Teich bereichert den Garten durch eine ganze Palette neuer Tiere und Pflanzen. Binsen und Rohrkolben kann man an das Ufer pflanzen, andere Pflanzen sowie die Tierwelt finden sich von selbst ein. Auf das Wasser angewiesen sind Libellen, Köcherfliegen und Wasserkäfer sowie Frösche, Kröten und Molche. Die Amphibien sind zusammen mit Igel und Spitzmaus im Garten unterwegs, um Kerbtiere, Würmer und Schnecken zu erbeuten. Das ist zu beachten: - Bei der Auswahl des Standortes ist eine sonnige Lage vorzuziehen. - Je größer die Wasserfläche ist, desto artenreicher - wird der Teich sein. Der Teich sollte eine Tiefwasserzone (50 – 100 cm ) für überwinternde Insekten- und Molchlarven aufweisen und eine Flachwasserzone (30 – 50 cm) sowie eine Sumpfzone (bis zu 30 cm) speziell für Amphibien und Vögel, die hier gerne ein Bad nehmen, haben. Ein Artenreichtum im Teich an Amphibien und Libellen setzt voraus, dass auf Fische verzichtet wird. Fische im Teich – besonders die gefräßigen Goldfische – lassen die Entwicklung eines naturnahen Biotops nicht zu. Sollten Sie hier Fragen zu haben, können Sie sich jederzeit bei der Unteren Wasserbehörde beim Rheinisch-Bergischen-Kreis informieren.